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Salensteiner verweigern einem Deutschen die Einbürgerung

Die Gemeindeversammlung hat am Donnerstagabend das Gesuch eines 43-jährigen Projektleiters abgelehnt, weil er zu wenig integriert sei.
Kurt Peter
Der Fruthwiler Einwohner erhält den Schweizer Pass vorerst nicht. (Bild: Michel Canonica)

Der Fruthwiler Einwohner erhält den Schweizer Pass vorerst nicht. (Bild: Michel Canonica)

Die 85 Stimmberechtigten hatten am Donnerstag zuerst über zwei Einbürgerungsgesuche zu entscheiden. Es ging um die Anträge eines deutschen Familienvaters mit seinen zwei Kindern sowie eines gebürtigen Konstanzers, der seit zehn Jahren in Fruthwilen lebt. Wie gewohnt gab Gemeindepräsident Bruno Lorenzato ihnen die Möglichkeit, sich vorzustellen. Danach ergriff eine Einwohnerin das Wort und stellte den Antrag, den Konstanzer nicht einzubürgern. Sie begründete ihre Einwände mit fehlender Integration. Der Gesuchsteller habe seine Wohnung weiter vermietet und sei kaum im Ort. Der Mann entgegnete, dass er als Projektleiter für Gesundheitsbauten Projekte in verschiedenen Kantonen leite und daher tatsächlich oft abwesend sei. «Aber mein Lebensmittelpunkt ist in Fruthwilen». Während der Antrag des Familienvaters mit 68 Ja- zu 16 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung gutgeheissen wurde, lehnten die Stimmberechtigten das Gesuch der Einzelperson mit 51 Nein- zu 29 Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen ab.

Verlust der Gesamtrechnung
beträgt eine halbe Million

Bruno Lorenzato präsentierte anschliessend das neue Winterdienstreglement. Bisher sei der Dienst nur auf einem Merkblatt reglementiert. «Neu werden Prioritäten gesetzt. Die Haftungen werden geregelt und das Ziel ist, mit geeigneten Mitteln und möglichst umweltschonend die Gefahren des Winters zu mildern». Das Reglement wurde einstimmig angenommen.

Gemeinderat Lorenz Stopper erläuterte die Rechnung 2017 der Gemeinde. «Es ist die erste, die unter den Vorschriften des Models HRM 2 erstellt wurde», sagte er. Daher seien Vergleiche mit den Vorjahren schwierig. Die Gesamtrechnung schloss mit einem Verlust von 541 000 Franken. Dieser Aufwandüberschuss sei vor allem auf das Resultat der Primarschule mit einem Minus von 445000 Franken zurückzuführen. Mit grosser Mehrheit genehmigten die Stimmberechtigten die Rechnung.

Giovanni Crupi hört bereits Ende Juli im Gemeinderat auf

Auf Wunsch der Stimmberechtigten informierte Bruno Lorenzato über aktuelle Themen. Nachdem ein Ferienhausbesitzer gegen das Hafenreglement Rekurs eingereicht, diesen aber nach Aufforderung des Verwaltungsgerichtes auf Kostenvorschuss zurückgezogen habe, «können wir an der Budgetgemeindeversammlung darüber abstimmen». Weiter informierte der Gemeindepräsident, dass die Revision der Ortsplanung auf gutem Weg sei. Eine neue Buslinie werde ab 2019 die Gemeinde direkt mit Weinfelden verbinden. Giovanni Crupi gab bekannt, dass er bereits per Ende Juli den Gemeinderat verlassen werde.

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