Deutlich mehr Kapazität für Getreide in Märstetten

Die Getreide Mittelthurgau AG erweitert ihre Anlage. Sie erhöht mit dem neusten Ausbauschritt die Annahmeleistung deutlich.

Mario Testa
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Der markante Silo wächst und wächst. Vor fünf Jahren verdoppelte die Getreide Mittelthurgau ihre Silokapazitäten durch eine Erweiterung. Nun ist der rund 45 Meter hohe Turm schon wieder eine Baustelle. «Diesmal erweitern wir die Annahmekapazität. Bislang hatten wir nur eine Annahmelinie, künftig sind es zwei. Damit komplettieren wir die ganze Anlage», sagt Geschäftsführer Max Ulrich.

Geschäftsführer Max Ulrich.

Geschäftsführer Max Ulrich.

nstelle von 1700 Tonnen Getreide pro Tag, können die Bauern aus der Region künftig rund 2400 Tonnen abliefern. «In der Hauptsaison mussten wir bisher häufig im 24-Stunden-Betrieb arbeiten, um den Ansturm meistern zu können. Wir hoffen, dass wir dank der zweiten Linie die Getreideproduzenten künftig schneller bedienen können.»

Ein neuer Bandtrockner im Turm

Blick vom Siloturm auf die Baustelle. (Bild: Mario Testa)

Blick vom Siloturm auf die Baustelle. (Bild: Mario Testa)

3,5 Millionen Franken investiert die Getreide Mittelthurgau AG in den Ausbau der Anlage, zu ihr gehören nebst den Gebäuden technische Installationen wie Waagen, Trocknungs- und Reinigungsanlagen. Dank eines neu eingebauten Bandtrockners können künftig bis zu 50 Prozent mehr Getreide und etwa ein Drittel mehr Mais getrocknet werden. Baustart war im November, in zwei Wochen soll die Annahmestelle den Betrieb wieder aufnehmen können.

«Die Gersten-Ernte beginnt Ende Juni, dann müssen wir parat sein»

sagt Ulrich, der schon seit 37 Jahren im Unternehmen angestellt ist, seit 32 Jahren ist er Geschäftsführer.

Die Getreide Mittelthurgau AG betreibt in Märstetten die drittgrösste Getreidesammelstelle der Schweiz. Im Bereich Bio-Getreide ist es sogar das grösste. Pro Jahr werden zur Erntezeit bis zu 28000 Tonnen Getreide angeliefert und der Grossteil davon dann über das Jahr verteilt per Bahn zu den Mühlen transportiert, pro Tag maximal drei Zugwaggons mit insgesamt 200 Tonnen Ladung.

Starkes Wachstum am Standort Märstetten

«Als ich hier angefangen habe, haben wir noch 7000 Tonnen pro Jahr umgesetzt, jetzt ist es viermal so viel. Wir haben ein enormes Wachstum erlebt», sagt Ulrich. Da in den vergangenen Jahren einige grössere und kleinere Annahmestellen geschlossen wurden – beispielsweise in Scherzingen oder Bürglen –, nahm die Arbeit für ihn und seine Mitarbeiter zu. «Uns liefern vor allem Thurgauer Bauern ihr Getreide an. Es kommen aber auch einige aus den Nachbarkantonen zu uns.»

«Wir werden doppelt so gross»

MÄRSTETTEN. Die Getreide Mittelthurgau AG baut aus. Geplant ist ein 45 Meter hoher Anbau an den bestehenden Siloturm für rund fünf Millionen Franken. Dank des Ausbaus kommen Anlieferung und Abtransport künftig besser aneinander vorbei.
Mario Testa