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Der zurückgetretene Kreuzlinger Schulpräsident René Zweifel wird von Bürgern wieder zur Wahl vorgeschlagen

Die Schulpräsidentenwahl wird kompliziert. Nach den zwei regulären Kandidaturen schalten nun verschiedene Gruppen Inserate, dass der zurückgetretene Schulpräsident wieder gewählt werden soll.
Urs Brüschweiler
In einer Kreuzlinger Lokalzeitung wirbt ein Inserat für die Wiederwahl René Zweifels zum Schulpräsidenten. (Bild: Reto Martin)

In einer Kreuzlinger Lokalzeitung wirbt ein Inserat für die Wiederwahl René Zweifels zum Schulpräsidenten. (Bild: Reto Martin)

Wer meinte, mit dem Rücktritt von Schulpräsident René Zweifel Ende Juli sei die Polit-Affäre beendet, hat sich getäuscht. Die Ersatzwahl am 25. November erhält nun neue Brisanz. Am Donnerstag erschien in den «Kreuzlinger Nachrichten» ein Inserat, das selbiger René Zweifel wieder aufs Neue gewählt werden soll. Unterzeichnet ist es mit «Viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger».

Wer die Publikation in Auftrag gegeben hat, verrät das Wochenblatt aus Rücksicht auf den Wunsch des Inserenten nicht. Aber es ist bereits heute klar, dass dieses Inserat nicht das einzige dieser Art bleiben und dem Wahlkampf einen neuen Dreh verleihen wird.

Ausdruck der Unzufriedenheit

Jost Rüegg, Sprecher der Freien Liste und Vorkämpfer für die Aufklärung der Vorgänge, die zum Rücktritt von René Zweifel geführt hatten, bringt auf Anfrage Licht ins Dunkle:

«Es gibt verschiedene Gruppen in Kreuzlingen, die es für inakzeptabel halten, wie der gewählte Schulpräsident von den Schulbehörden abserviert worden ist.»

Er sei zwar ebenfalls in einer solchen Gruppierung mit dabei, die aktuelle Publikation stamme jedoch nicht von ihnen. Von ihrer Seite würden aber auch noch Inserate zur Wiederwahl Zweifels geschaltet. In dieser Gruppe dabei ist auch Xaver Dahinden. Mit den Inseraten wolle man erreichen, dass die Stimmbürger Stellung zu der ganzen Affäre beziehen können. «Wenn sie René Zweifel wählen, zeigen sie damit, dass sie das Vorgehen der Behörden nicht akzeptieren.» Da sei sein Beweggrund, hier mitzumachen, erklärt Dahinden.

Einige Gruppierungen setzen sich dafür ein, dass René Zweifel ins Amt zurückkehrt. (Bild: Andrea Stalder, 11.01.2017)

Einige Gruppierungen setzen sich dafür ein, dass René Zweifel ins Amt zurückkehrt. (Bild: Andrea Stalder, 11.01.2017)

Zweifels neuer Stil passte den Behörden von Anfang an nicht

Jost Rüegg gerät etwas in Rage, wenn er über die Vorgänge in der Schule spricht. Beide Schulbehörden hätten von Anfang an ein Problem mit René Zweifel gehabt. «Sein neuer Stil passte ihnen nicht.» Und niemand hätte ihm bis jetzt sagen können, was der Schulpräsident verbrochen habe, dass es kein Vertrauen zwischen ihm und den Behörden mehr habe geben können. Letztlich hätte Zweifel nach seiner Krankheit aufgeben müssen. Die versprochene Aufarbeitung der Vorgänge ist aus Rüeggs Sicht verschleppt worden. «Ich habe jedenfalls seit Wochen nichts mehr gehört, wie es diesbezüglich weitergehen soll.» Das Resultat sei, dass viele Leute René Zweifel nun erneut wählen wollen.

Zweifel will abwarten, ob er genug Rückhalt hat

Ob der zurückgetretene Schulpräsident überhaupt für eine Rückkehr ins Amt zur Verfügung steht, ist hingegen nicht klar. Unserer Zeitung liess er am Donnerstag nur ein kurzes Statement aus den Ferien zukommen. Zweifel bestätigte, dass die Inserate nicht von ihm lanciert worden sind. Im Bedarfsfall werde er sich zu gegebener Zeit in der Öffentlichkeit äussern. Jost Rüegg hat mit dem Betroffenen vorgängig telefoniert und von ihm eine klare Antwort erhalten, wie er verrät. Nämlich dass Zweifel das Wahlergebnis vom 25. November abwarten wolle und falls er den nötigen Rückhalt spüre, überlege er es sich.

Kein Auftritt am Wahlpodium am 31. Oktober

Mit den beiden anderen Kandidaten Seraina Perini Allemann und Markus Baiker am Podium der Quartiervereine am 31. Oktober auftreten, werde Zweifel aber laut Jost Rüegg sicher nicht. Für den Wahlkampf bedeutet dies, dass eine schwer einzuschätzende Komponente hinzukommt. Neben den zwei Kandidaten, die auf der offiziellen Namensliste stehen, ist René Zweifel selbstverständlich auch wählbar.

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