Der Wyfelder Fritig ist auferstanden - und die Besucher kommen in Scharen

Am Freitag feierte das Weinfelder Abendfest der Geschäfte im Zentrum seine diesjährige Premiere. Nach der langen Zwangspause lockte das schöne Wetter und das grosse Angebot viele Besucher ins Zentrum.

Monika Wick
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Vor dem Geschäft «Selection 1847» an der Schulstrasse versammeln sich viele Gäste und geniessen ein Glas Wein.

Vor dem Geschäft «Selection 1847» an der Schulstrasse versammeln sich viele Gäste und geniessen ein Glas Wein.

Bild: Mario Testa
(Weinfelden, 3. Juli 2020)

«She loves you, yeah, yeah, yeah», singt der Mann, der sich vor den Büroräumlichkeiten des Touring Clubs an der Frauenfelderstrasse positioniert hat, inbrünstig. Genauso gut hätte er singen können, dass die Bevölkerung den Wyfelder Fritig liebt. Nachdem die ersten drei Termine in diesem Jahr wegen des Coronavirus abgesagt werden mussten, ist die Freude unter den Weinfeldern über das Aufleben des Anlasses gross.

Chnoblibrot und Chäschüechli gibts an der Frauenfelderstrasse.
17 Bilder
Kinder drängen sich um den Stand mit Glitzer-Tattoos beim Schuhgeschäft Botty.
Die Tische des Weinkellers Felsenburg auf der Seite des Rathauses sind gut besetzt.
Sabrina Sauder musiziert und singt im Garten von «Madörin Früchte und Gemüse» am Rössli-Felsen-Platz.
Viele Gäste tummeln sich auf der Frauenfelderstrasse.
Winzer Johannes Meier kredenzt den Gästen beim Geschäft «Wein&Mehr» an der Frauenfelderstrasse seine Weine vom Schlossgut Bachtobel.
Dieses Trio musiziert auf akustischen Gitarren und Bässen vor dem «Chäs Renz» an der Rathausstrasse.
Stadtrat Hans Eschenmoser enthüllt den neu gestalteten Offenen Bücherschrank beim «Thurgauerhof».
Die Besucher befühlen und betrachten den neuen Bücherschrank.
Die Mitglieder der CVP Weinfelden bräteln anlässlich der Vollmondbar auf dem Marktplatz.
Mit ihrem Spiel haben die vier Alphornisten die Aufmerksamkeit der Gäste auf dem Marktplatz auf sicher - auch wenn sie auf ihren Büchel spielen.
Vor dem Geschäft «Selection 1847» versammeln sich viele Gäste und trinken ein Glas Wein.
Bärtige Männer, Zigarren und Bikes sind bei «Toni's Barber Shop» an der Freiestrasse zu sehen.
Barbier Jeton Miftari von «Toni's Barber Shop» legt draussen Hand an die Haare eines Kunden. Gut geschützt mit der Gesichtsmaske.
Die gelben Ballone des TCS an der Frauenfelderstrasse kommen bei den Kindern sehr gut an.
Draussen gibt's Musik, drinnen wird glismet im Wollring an der Rathausstrasse.
Ein Gläschen Wein in Ehren, verwehren auch nicht die Kunden der Neugart Optik an der Frauenfelderstrasse.

Chnoblibrot und Chäschüechli gibts an der Frauenfelderstrasse.

Bild: Mario Testa
(Weinfelden, 3. Juli 2020)

Schon kurz nach 18 Uhr füllen sich die Strassen, Gassen und Plätze. Allenthalben sieht man freudige Gesichter, Menschen, die an einem Stand eine Köstlichkeit geniessen oder in einem der teilnehmenden Geschäfte Einkäufe tätigen. Einzig die vielen Autos, die trotz Wyfelder Fritig durch das Zentrum fahren, trüben die Stimmung ein wenig. Sandra Baumgartner von der Boutique Hauptgasse sagt:

«Es ist sehr schön, dass wir den Wyfelder Fritig wieder durchführen können. Ich hoffe aber sehr, dass sich die Leute an die Schutzmassnahmen halten.»

Baumgartner trägt eine auf ihr Outfit abgestimmte Schutzmaske. Ein Accessoire, das man sonst nur selten sieht an diesem Abend.

Glitzer-Tattoo und Alphornklänge

Kinder drängen sich um den Stand mit Glitzer-Tattoos beim Schuhgeschäft Botty.

Kinder drängen sich um den Stand mit Glitzer-Tattoos beim Schuhgeschäft Botty.

Bild: Mario Testa
(Weinfelden, 3. Juli 2020)

Vor dem Schuhgeschäft Botty lassen sich zwei kleine Mädchen ein Glitzer-Tattoo verpassen. Dass sie ihren Arm dafür unter einer Plexiglas-Scheibe hindurch schieben müssen, scheint sie nicht in geringster Weise zu stören.

Ein Alphorn-Quartett spielt auf den Büchel auf dem Marktplatz.

Ein Alphorn-Quartett spielt auf den Büchel auf dem Marktplatz.

Bild: Mario Testa
(Weinfelden, 3. Juli 2020)

Auf dem Marktplatz lauscht Pascal Wiesli den Alphornklängen und geniesst mit seiner Frau und den beiden Kindern eine Wurst. «Wir sind in Weinfelden aufgewachsen und geniessen es, hier Leute zu treffen.» Seine Familie habe kaum einen Wyfelder Fritig ausgelassen, nichtsdestotrotz habe er den Anlass während des Lockdowns nicht vermisst:

«Es gab so viele andere Dinge zu regeln, dass das nie zur Diskussion stand.»
Stadtrat Hans Eschenmoser enthüllt den neu gestalteten Offenen Bücherschrank.

Stadtrat Hans Eschenmoser enthüllt den neu gestalteten Offenen Bücherschrank.

Bild: Mario Testa
(Weinfelden, 3. Juli 2020)

Ein paar Meter weiter haben sich einige Leute versammelt, um die Bücherkabine neu zu eröffnen. Die ehemalige Telefonkabine hat von Künstlerin Carmen Spirig ein neues, farbenfrohes Gewand erhalten, das buchstäblich seinen Inhalt nach aussen trägt.

Das rege Treiben auf dem Marktplatz gefällt Astrid Sutter aus Hosenruck: «Es erinnert an früher. Auf dem Marktplatz hat man immer Leute getroffen, die man kennt.»

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