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Der Weinfelder Wald lädt zum Entdecken ein

Die dritte Ausgabe der Thurgauer Waldtage findet 2020 in Weinfelden statt. Das OK hat bereits einiges geplant.
Hannah Engeler
Der Förster Roger Hollenstein stellt die Idee hinter dem Posten «Unser Thurgauer Wald» an der Pressekonferenz vor. (Bild: Donato Caspari)

Der Förster Roger Hollenstein stellt die Idee hinter dem Posten «Unser Thurgauer Wald» an der Pressekonferenz vor. (Bild: Donato Caspari)

«Die meisten verstehen nicht, wieso wir Förster immer wieder Bäume fällen müssen», sagt Roman Guntersweiler, Revierförster des Mittelthurgaus. Fragen wie diese sollen die Thurgauer Waldtage 2020 klären. Guntersweiler hat das Präsidium des Organisationskomitees voller Freude übernommen. «Die Aufgabe stellt mich sehr zufrieden. Sie erlaubt mir, etwas für die Branche und den Wald zu tun», sagt er.

Die Waldtage werden im September kommendes Jahr zum dritten Mal stattfinden - zum ersten Mal in Weinfelden. Diesen Dienstag fiel mit einer Pressekonferenz der offizielle Startschuss der Kampagne. Das zehnköpfige Organisationskomitee hat dabei einen Ausblick auf die besondere Veranstaltung gegeben.

Max Vögeli, Weinfelder Stadtpräsident, unterstützt das OK für die Waldtage. Das Ziel des Stadtpräsidenten ist, jedes Jahr - nebst den gängigen Festen und Messen - einen Grossanlass in der Stadt durchzuführen. Dieses Ziel sei mit der Mischung aus Messe und Volksfest, welche die Waldtage bieten, erfüllt. «Ich freue mich jetzt schon, die Thurgauer Bevölkerung hier, im Herzen des Kantons, begrüssen zu dürfen», sagt er.

Der Wald ist mehr als eine Freizeitattraktion

Die Besucher der Waldtage können auf einem zweieinhalb Kilometer langen Rundkurs den Wald rund um den Forsthof in Weinfelden erkunden. Die 24 Posten des Rundgangs beruhen auf drei Kernthemen: die vielfältigen Funktionen des Waldes, die Vorzüge des Schweizer Holzes und die Zukunft des Waldes mit Bezug auf den Klimawandel. Dies soll Gross und Klein ermöglichen, die Multifunktionalität des Waldes, das Leben im Wald sowie die Forstarbeit besser kennen zu lernen.

Vielfältiges Angebot

Die Thurgauer Waldtage finden vom 4. bis 6. September 2020 statt. Ausgangspunkt des Rundkurses ist der Forstwerkhof Mittelthurgau in Weinfelden. Dieser wird als Festzentrum genutzt, sodass sich die Besucher ausgiebig verpflegen können. Ein Seilpark wird es den Besuchern ermöglichen, den Wald auf einer anderen Ebene, nämlich von der Baumkrone aus, zu beobachten. Zudem stellt der Forst Baden-Württemberg die benachbarten Wälder Konstanz vor.

Zudem wollen die Förster das Konsumbewusstsein schärfen. Denn ungeachtet der Tatsache, dass die lokalen Wälder genügend Holz generieren, um die jährliche Nachfrage zu stillen, wird 70 Prozent des verarbeiteten Holzes importiert. «Der Preis ist, wie so oft, der entscheidende Faktor», sagt Guntersweiler.

Auch der Klimawandel beeinflusst den Wald, und somit die Arbeit der Förster, immer mehr. Obwohl sich die Bäume grundsätzlich über die Jahre an das trockenere und wärmere Wetter anpassen können, passiert der Wandel zu schnell. «Die Fichte und die Buche haben zum Beispiel grosse Mühe mit den steigenden Temperaturen», erzählt Roger Hollenstein, der das Ressort Waldrundgang der Waldtage 2020 leitet. «Unsere Wälder werden in Zukunft anders aussehen».

Eröffnungstag für die junge Generation

Da die Waldtage einen starken thematischen Bezug zur Zukunft haben, stehen Kinder und Jugendliche beim Programm im Fokus. «Die Umweltbildung ist am wirkungsvollsten bei Kindern», sagt Mathias Rickenbach, der das Ressort Öffentlichkeit/Schulen leitet. «Den Jugendlichen ist es nicht egal, was in ihrem Umfeld geschieht - sei dies in der Wirtschaft oder der Natur». Ziel ist es, diese Offenheit und Bereitschaft, bei der Planung der Zukunft aktiv mitzuwirken, an den Waldtagen weiter zu fördern.

Deshalb ist der Freitag ausschliesslich für Schulklassen eingeplant. Rund 50 Thurgauer Klassen sollen die Möglichkeit haben, Lernziele des Lehrplans 21 ausserhalb des Klassenzimmers zu bearbeiten. Waldfachpersonen werden die einzelnen Klassen für gute zwei Stunden durch den Rundkurs führen.

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