Der Vogel- und Naturschutz Romanshorn und Umgebung nimmt ein neues Projekt in Angriff

Der Vorstand will den zahlreichen Wildbienenarten eine Heimat bieten und baut ihnen eine «Wildbienenlandschaft» im Naturschutzgebiet.

Markus Bösch
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Im Budget seien für das Projekt «Wildbienenlandschaft» 10000 Franken vorgesehen.

Im Budget seien für das Projekt «Wildbienenlandschaft» 10000 Franken vorgesehen.

Reto Martin

Das Naturschutzgebiet an der Aach ist das Aushängeschild, ein «Juwel» des Vereins: «Und das ist es dank jener Frauen und Männer, die mit mir zusammen Hand anlegen und die nötigen Unterhaltsarbeiten im Gebiet erledigen», sagt Emil Gsell, der Leiter des Gebiets an der Jahresversammlung. Biber, Reiher und schottische Hochlandrinder gehören zu den Gästen, ebenso wie die 50 Paare der Fluss-Seeschwalben, die ihre 34 Jungen auf den Flossen aufgezogen haben. Neben den Arbeitstagen habe Gsell vielen interessierten Menschen die Natur vor der Haustür zeigen können, so dem Romanshorner Stadtrat, Schulklassen und Firmen. Dem Team des Werkhofs dankte er für die unkomplizierte Unterstützung.

200 Quadratmeter für Wildbienen

Im weiteren stellte Gsell dann ein grosses Projekt für 2020 vor: «Wir wollen den zahlreichen Wildbienenarten eine Heimat bieten mit unserer ‹Wildbienenlandschaft›». Zwei Standorte kämen dafür in Frage: Der eine Standort sei mit 26159 Franken etwas teurer, weil dort belastetes Erdreich entsorgt werden müsse. Dafür seien aber keine zusätzlichen Bepflanzungen angesagt. Im Budget seien für das Projekt 10000 Franken vorgesehen, weil auch Rückstellungen und Spenden dafür eingesetzt werden. Bei einem Ertrag von 15000 Franken und einem Aufwand von 23000 Franken wird 2020 mit einem Minus von 8000 Franken gerechnet. Die 37 Mitglieder sprachen sich einstimmig für das Projekt und das Budget aus. Die Rechnung 2019, die mit einem Überschuss von 3084 Franken abschloss, hatte der Kassier Beat Dönni vorgängig vorgestellt.

Danach wurden Edi Scheiwiller (als Präsident), Margie Koster, Beat Dönni (Kassier), Isabelle Pfäffli und Emil Gsell im Vorstand bestätigt. Und Pfarrerin Meret Engel sowie Umweltingenieur Marco Bertschinger neu gewählt.