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Der Verkehr durchs Quartier erhitzt die Gemüter einiger Kreuzlinger

66 Wohnungen in sieben Baukörpern, Tiefgarage und eine grosszügige Umgebungsgestaltung sieht der Gestaltungsplan «Wolfacker West» vor. Doch an der Informationsveranstaltung interessierte das fast niemanden.
Kurt Peter
Der Kreuzlinger Stadtrat Ernst Zülle und Architekt Markus Bollhalder stellten den Gestaltungsplan vor, für den sich fast niemand der Anwesenden wirklich interessierte. (Bild: Kurt Peter)

Der Kreuzlinger Stadtrat Ernst Zülle und Architekt Markus Bollhalder stellten den Gestaltungsplan vor, für den sich fast niemand der Anwesenden wirklich interessierte. (Bild: Kurt Peter)

Das Begegnungszentrum Trösch war voll besetzt, als die Kreuzlinger Bauverwaltung am Dienstagabend zu einer Informationsveranstaltung über den überarbeiteten Gestaltungsplan «Wolfacker West» einlud. «Es sind Ideen aus der Bevölkerung und Korrekturen des Kantons in den Gestaltungsplan eingeflossen», sagte der zuständige Stadtrat Ernst Zülle. Er sprach von einer «besseren Siedlungsentwicklung, guter Qualität der Freiräume und energetischem Top-Zustand».

Die Projektstudie wurde von Architekt Markus Bollhalder vorgestellt. Die Gebäudelänge sei aufgrund der Rückmeldungen auf 45 Meter verkürzt worden, es seien dreigeschossige Baukörper vorgesehen. «Es werden Mietwohnungen erstellt, insgesamt 66, aufgeteilt in 3½- und 4½-Zimmer», erklärte er. Die Umgebung sei in Zonen und Nutzungen eingeteilt, und in der Tiefgarage mit 97 Parkplätzen gebe es acht Besucherplätze.

Raumplaner Jonathan Schmidmeister ging konkret auf das Projekt ein: «Die Bauten sind unter zehn Meter hoch, Kleinbauten sind nur für technische Anlagen, Spielgeräte oder Sitzbänke erlaubt». Die vorgesehenen Nutzgärten seien für alle Bewohner vorgesehen und der Spiel- und Aufenthaltsbereich auf unterschiedliche Altersgruppen ausgerichtet.

Bevölkerung kann noch eine Stellungnahme abgeben

Ernst Zülle ging auf das weitere Vorgehen ein. Bis 24. Mai habe die Bevölkerung Zeit, eine Stellungnahme abzugeben, danach folge die Beratung im Stadtrat und die öffentliche Auflage.

In der anschliessenden Diskussion war das eigentliche Thema Gestaltungsplan von marginaler Bedeutung. Die Anwesenden, die meisten aus dem Quartier, wollten über die aktuelle und künftige Verkehrssituation reden. Es gebe zu viel Umwegverkehr über die Weinbergstrasse, wurde bemängelt. Zudem suchten sich die Ortskundigen bei Staus auf der Egelseestrasse den Weg durch das Quartier Gaissberg- und Weinbergstrasse.

«Trotz Tempo 30 hier wird gerast»

sagte ein verärgerter Gast. Bemängelt wurde dann aber doch noch die angeblich zu kleine Zahl an Besucherparkplätzen im neuen Gestaltungsplan. Ampeln oder Schwellen wurden zum Thema und Stadtrat Ernst Zülle gab zu, dass «es sich hier um ein Nadelöhr handelt. Aber jede Massnahme bringt für die einen Vor- und für die anderen Nachteile. Wir können es nicht allen Recht machen».

Der Stadtrat hätte sich bereits im Vorfeld über ein Verkehrskonzept Gedanken machen müssen, wurde bemängelt. Ernst Zülle konnte es drehen und wenden wie er wollte: Neben wenigen Fragen zum Gestaltungsplan kam die Sprache immer wieder auf den Verkehr. So dass er abschliessend resignierend festhielt:

«Der Stadtrat kann Autos nicht verbieten».

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