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Der Verein Vicolo del Limone verbreitet in Bischofszell Ferienstimmung

Die Mitglieder des Vereins Vicolo del Limone pflegen in der Rosenstadt das mediterrane Kulturgut. Zu den Aktivitäten gehört auch die Teilnahme an öffentlichen Anlässen.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Präsident Michi Kärcher und Mitglied Jörg Baldinger blicken aus einem Fenster des Vereinslokals in der Bischofszeller Altstadt. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Präsident Michi Kärcher und Mitglied Jörg Baldinger blicken aus einem Fenster des Vereinslokals in der Bischofszeller Altstadt. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

«Das gesellige Beisammensein und die Pflege der Freundschaft stehen im Mittelpunkt unseres Vereinslebens», sind sich Präsident Michi Kärcher und Vereinsmitglied Jörg Baldinger einig.

Doch auch die sportliche Aktivität soll nicht zu kurz kommen. So treffen sich die Mitglieder einmal wöchentlich zum Plauschfussball in der Turn- halle Hoffnungsgut. «Und anschliessend zum Höck im Wöschhüsli im Zitronengässli», sagt Jörg Baldinger.

Wurzeln im Bischofszeller Handballclub

Der Verein Vicolo del Limone bezweckt den Austausch zwischen schweizerischer und mediterraner Kultur. Öffentliche Anlässe sind das jährliche Dixie-Konzert im Zitronengässli und die Teilnahme an der Rosen- und Kulturwoche sowie am Adventsmarkt.

Der Verein Vicolo del Limone hat seinen Ursprung im Ballspielverein (BSV), dem Handballclub von Bischofszell, und wurde vor über 20 Jahren gegründet. Die meisten der rund 20 Mitglieder aus verschiedensten Berufen spielten früher Handball, altershalber hörten sie dann aber auf und wandten sich dem Plauschfussball zu.

Die «Ilge» war das erste Stammlokal

Um den Tag nach dem Fussballspielen gemütlich ausklingen zu lassen, trafen sich die Mitglieder einst bei Mimmo im Restaurant Ilge. «Dort assen wir eine Pizza, tranken ein Glas Wein und liessen uns von der mediterranen Lebensfreude des Wirtes anstecken», erinnert sich Baldinger, der seit der Vereinsgründung mit dabei ist.

Als der italienische Wirt in ihrem Stammlokal aufhörte, musste ein neues Domizil gesucht werden. «Der damalige ‹Hirschen›-Metzger Karl Hobi hat uns das in die Jahre gekommene Wöschhüsli zur Miete angeboten», erzählt Jörg Baldinger.

Die Vereinsmitglieder hätten das alte Gebäude dann selber renoviert und eine Küche eingebaut. An der ersten Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche – vor 17 Jahren – wurde zum ersten Mal im neuen Vereinslokal Risotto gekocht.

Barbetrieb und Open-Air-Konzert

Seither kocht und serviert der Verein Vicolo del Limone immer am zweiten Wochenende an der Rosen- und Kulturwoche seinen heiss begehrten Steinpilz-Risotto. Dann sind die Männer jedoch auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Partnerinnen angewiesen. «Ohne sie wäre dieser Anlass nicht zu bewerkstelligen», sagt Michi Kärcher.

Ausser einer Kellerbar am Adventsmarkt veranstaltet Vicolo del Limone jeweils im Juni ein Dixie-Konzert im Zitronengässli. Die in den frühen Siebzigerjahren entstandene Funky Butt Jazzband, welcher einst der inzwischen verstorbene Bischofszeller Pschy Wehrli angehörte, tritt seit 14 Jahren auf.

Ursprünglich sei dieses Konzert als Dankeschön für die Vereinsmitglieder und die Nachbarschaft im Zitronengässli organisiert worden, sagt Kärcher. Inzwischen zieht der Anlass aber viel Publikum aus nah und fern an. «Wenn das Wetter mitspielt, sind es etwa 150 Besucherinnen und Besucher, darunter zahlreiche Stammgäste», weiss der Präsident.

Altes Gebäude gibt Rätsel auf

Jedes Jahr steht auch eine Weinreise in ein mediterranes Land auf dem Vereinsprogramm – beispielsweise nach Italien, Frankreich oder Spanien. Dabei werde auch der eine oder andere heimische Wein degustiert. Im Zitronengässli wird jedoch ausschliesslich der spanische Hauswein López Cristóbal ausgeschenkt.

Der Vereinsname Vicolo del Limone rührt von der Gasse. Und was hat es mit dem Wöschhüsli auf sich? Das wisse niemand so genau, räumt Jörg Baldinger ein.

Ein Waschhäuschen sei es wohl nie gewesen, denn es gäbe nirgends einen Brunnen oder einen Trog. «Der Seilzug, der vom Dachstock über eine Falltüre direkt in den Keller geht, deutet eher auf ein Warenlager oder einen Speicher hin.»

Soziales Engagement des Vereins

Es sei nicht der Zweck des Vereins, Geld zu verdienen und es anzuhäufen. Ein fixer Betrag des Erlöses der Veranstaltungen fliesst seit Jahren in das Kinderprojekt Niños en Xela in Guatemala. Dort wurden zwei Patenschaften übernommen.

Jörg Baldinger betont, dass mit ihrem sozialen Engagement auch ortsansässige Jugendvereine unterstützt würden, unter anderem die Junioren des BSV oder das Seifenkistenrennen von Jungwacht-Blauring.

Michi Kärcher und Jörg Baldinger hoffen, dass der Verein Vicolo del Limone – so wie er heute geführt wird – noch recht lange bestehen kann. «Es sind in all den Jahren freundschaftliche Beziehungen entstanden. Jeder hilft dem andern.»

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