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Der Trägerverein des Arboner Skaterparks kann aufatmen: Die Stadt übernimmt die Schulden

Sie begleicht einen Grossteil der offenen Rechnung im Betrag von rund 40'000 Franken. Die ursprüngliche Lösung sah anders aus. Sie liess sich wegen einer Indiskretion nicht verwirklichen.
Markus Schoch
Die Anlage ist in den Sommermonaten gut besucht. (Bild: Donato Caspari)

Die Anlage ist in den Sommermonaten gut besucht. (Bild: Donato Caspari)

Der Stadtrat hatte gehofft, günstiger wegzukommen, als er Anfang Jahr um Hilfe gebeten wurde. Die Idee der Behörde war, gut die Hälfte des ausstehenden Betrages zu übernehmen und die Baufirma Walo Bertschinger zu bewegen, auf die andere Hälfte zu verzichten. Doch weil die Verhandlungsstrategie vor den Gesprächen mit den Beteiligten den Weg in die Öffentlichkeit fand, hätten sie sich etwas Neues überlegen müssen, sagt Stadtrat Hans-Ulrich Züllig. Denn die Gegenseite habe noch vor Beginn der eigentlichen Diskussion unmissverständlich signalisiert, dass sie für einen solchen Deal nicht zu haben sei.

Im zweiten Anlauf ist jetzt aber doch noch ein Kompromiss gefunden worden: Die Baufirma streicht sich 10'000 Franken ans Bein. Im Gegenzug kommt die Stadt für die restlichen 30'000 Franken auf. Züllig sagt:

«Der Skaterpark ist eine Erfolgsgeschichte.»

Und die Stadt wolle ihren Beitrag leisten, damit sie weiter gehe.

Stadt übernimmt volle Verantwortung

Stadtrat Hans-Ulrich Züllig. (Bild: PD)

Stadtrat Hans-Ulrich Züllig. (Bild: PD)

«Aufgrund des bisher gezeigten Engagements des Trägervereins, der bis anhin geleisteten Freiwilligenarbeit sowie der aktuellen Bedeutung der Skateranlage für den Freizeit- und Sportbereich in Arbon ist es dem Stadtrat ein besonderes Anliegen, abschliessend und im Sinne der Sache zu einer nachhaltigen Lösung zu gelangen», heisst es in einer Mitteilung der Stadt.

Die Stadt springt aber nicht nur finanziell in die Bresche. Sie übernimmt gleichzeitig die volle Verantwortung für die Anlage, die nach dem Modell der anderen Sportanlagen in Arbon in ihren Besitz übergehen soll, sagt Züllig. Die bestehende Leistungsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Trägerverein müsse an die neue Situation angepasst werden, was der Stadtrat in Eigenregie machen könne. Das Geld fliesse erst, wenn die «Feinjustierung» der Zusammenarbeit verbindlich geregelt sei.

Ein Sponsor ist abgesprungen

Dass der Trägerverein in finanzielle Schieflage geraten ist, hat zwei Gründe: Zum einen sprang ein Sponsor ab, der Gelder zugesichert hatte. Zum anderen baute der Verein ein Gerätehaus, das ursprünglich nicht vorgesehen war.

Der Skaterpark befindet sich im Seepark-Areal mit Blick aufs Wasser. (Bild: Donato Caspari)

Der Skaterpark befindet sich im Seepark-Areal mit Blick aufs Wasser. (Bild: Donato Caspari)

Die Anlage im Seepark-Areal ist 2015 eröffnet worden und hat rund 390'000 Franken gekostet. Die Stadt beteiligte sich mit 170'000 Franken und stellte das 800 Quadratmeter grosse Landstück gratis zur Verfügung. Der Trägerverein selber kam für den Rest finanziell auf.

Der Skaterpark stiess auf grossen Widerstand, unter anderem bei der SVP und dem Vogel- und Naturschutzverein Meise, die sich gegen «eine Betonwüste auf dem Seeparkareal» wehrten und dem Projekt über eine Initiative einen Riegel schieben wollten. Eine Mehrheit der Arboner sagte aber Nein dazu. Die seinerzeitigen Befürchtungen hätten sich nicht bewahrheitet, sagt Züllig: Die Lärmemissionen seien nicht unverhältnismässig, und Littering sei kein Problem.

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