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Der Thurgauer Traum vom Glitzer auf Eis

Livia Kaiser besitzt als einzige Eiskunstläuferin im Thurgau die Talentcard N. In der kommenden Saison startet sie im Schweizerischen Junioren-Nationalteam.
Janine Bollhalder
Livia Kaiser mit ihren geliebten Schlittschuhen in der Hand. (Bild: Andrea Stalder)

Livia Kaiser mit ihren geliebten Schlittschuhen in der Hand. (Bild: Andrea Stalder)

Heute schlendert sie auf Turnschuhen daher, wohler fühlt sich Livia Kaiser aber dann, wenn sie auf Kufen übers Eis gleitet. Es ist die Eleganz, welche sie an ihrem Hobby fasziniert. Wobei der Ehrgeiz und der Erfolg, mit dem sie das Eislaufen betreibt, professionelle Züge annehmen.

Die 14-Jährige besitzt denn auch seit diesem Jahr als einzige Eiskunstlauf-Nachwuchsathletin aus dem Thurgau die Talentcard N. Sie ist also vom Verein Swiss Olympics als nationale Leistungssportlerin anerkannt. In der kommenden Saison ist Livia zudem Teil des Schweizerischen Junioren-Nationalteams. Eiskunstläuferin Sarah Meier hat die damals Siebenjährige inspiriert, in die Welt des Eiskunstlaufs einzutauchen: «Ich habe ihren Auftritt im Fernsehen gesehen, als sie Europameisterin geworden ist.»

Traum im Hinterkopf: Tierärztin

Livia fährt täglich nach Zürich in die Schule. Dort befindet sich auch ihr Trainingsbetrieb, die Skate Academy Switzerland. Die 14-Jährige trainiert fünf bis sechs Mal die Woche – meistens auf dem Eis. Sie absolviert aber auch Trockentraining: Ballett und Hip-­Hop.

Zeit für Freunde bleibt in ihrem Leben nur wenig. Auch die Vereinbarkeit von Schule und Training sei manchmal stressig, sagt Livia. Die Oberstufe räume ihr aber Zeit ein, um zu trainieren. «Ab dem Sommer gehe ich ins Sportgymnasium in Zürich.» Livia ist über ihre berufliche Zukunft noch unentschlossen. Sie träumt davon, Tierärztin zu werden. Oder Eiskunstlauf-Trainerin.

Livia Kaiser in Sneakern, die Eiskunstlaufkarriere aber immer im Blick - oder in der Hand. (Bild: Andrea Stalder)

Livia Kaiser in Sneakern, die Eiskunstlaufkarriere aber immer im Blick - oder in der Hand. (Bild: Andrea Stalder)

An ihrer Karriere als Eiskunstläuferin schleift die Nachwuchsathletin eifrig.

«Livia ist sehr ehrgeizig und wir müssen sie teilweise sogar bremsen, dass sie nicht übermässig viel trainiert.»

Dies sagt ihre Mutter, Elisabeth Kaiser. Sie sorgt sich um die Gesundheit ihrer Tochter. Auch Livia macht sich manchmal Gedanken über die möglichen Folgen eines Unfalls: «Ich habe Angst, dass ich bleibende Schäden erleide», sagt sie. Dass ihr Körper eines Tages nicht mehr so funktioniert, wie sie es gerne hätte, jagt ihr Angst ein. Doch ihr Ehrgeiz siegt über die Angst.

Und die schönen Momente überwiegen: So erinnert sie sich etwa gerne an die Reise nach Celje in Slowenien, wo sie bei ihrem ersten internationalen Nachwuchswettkampf eine Bronzemedaille gewonnen hat. Es sei das bisher schönste Erlebnis ihrer Laufbahn als Eiskunstläuferin gewesen.

«Es war toll, im Ausland aufzutreten. Vor anderen Richtern und mit Teilnehmern aus ganz Europa.»

Die 14-Jährige hat bereits eine ganze Pokalwand angesammelt. «Manchmal bekommen die Teilnehmer auch nur fürs Mitmachen eine Auszeichnung», sagt sie schmunzelnd. Doch Livia Kaiser will mehr als nur Pokale fürs Mitmachen. Ihr Ziel: Europameisterin im Eiskunstlauf. So wie einst ihr Idol Sarah Meier.

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