Der Tägerwiler Wahlkampf ist einigen zu ruhig

Für die zwei frei werdenden Sitze im Gemeinderat bewerben sich zwei Personen.
Sie haben sich am Montag den Stimmbürgern vorgestellt.

Petra Gruber
Drucken
Teilen
Die beiden neuen Kandidaten Daniel Merk und Monika Kramer-Schäfer bei der Vorstellungsrunde. (Bild: Petra Gruber)

Die beiden neuen Kandidaten Daniel Merk und Monika Kramer-Schäfer bei der Vorstellungsrunde. (Bild: Petra Gruber)

«Der Gemeinderat sitzt im selben Boot», sagte Gemeinderat Thomas Gerwig an der Informationsveranstaltung vom Montag in der Aula des Sekundarschulhauses. Er meinte, dass man nur mit gemeinsamer Kraft in die gleiche Richtung, diese Aufgabe bewältigen kann. Über 50 Interessierte fanden sich ein, um sich über die neuen Kandidaten für den Gemeinderat zu informieren. Die Moderation übernahm Adrian Müller, Mitglied der Rechnungsprüfungskommission.

Kandidatin Monika Kramer-Schäfer arbeitet Teilzeit bei der Berufsbeistandschaft See, ist verheiratet und Mutter eines 11-jährigen Sohnes. Sie wurde von der CVP angefragt und hatte sofort eingewilligt, sich für das Wohl der Gemeinde zu engagieren. Sie ist der Meinung, dass mehr Mitarbeit im Dorf wichtig sei.

Auf die Frage aus dem Publikum, wie es wohl als einzige Frau im Gemeinderat sein würde, bekam sie Unterstützung der scheidenden Gemeinderätin Brigitte Seger: «Solch eine Frage ist heute veraltet, im Gegenteil. Ein weiblicher Pol in einem Gremium schafft ein Gleichgewicht.»

Sein junges Alter ist seine Stärke

Mit 26 Jahren in den Gemeinderat: Daniel Merk ist der Meinung, dass sein jugendliches Alter ihm viele Vorteile bringen wird. Er ist verheiratet, Vater einer Tochter und Junior-Einkäufer bei einer grösseren Firma in Islikon. Merk ist überzeugt, dass er seine Weiterbildungen zu Gunsten der Gemeinde einbringen kann, und Job, Familie und das Amt gut unter einen Hut bringt. Er ist Mitglied der Feuerwehr und würde sich für das Ressort Sicherheit interessieren.

Merks grosses Anliegen ist die Förderung junger Familien, sei es durch Erschaffung und Erhaltung von erschwinglichem Wohnraum oder durch die Förderung des Vereinslebens.

Aus dem Publikum kam noch die Frage auf, wieso es in Tägerwilen keinen Wahlkampf gibt. Man erinnerte sich an frühere Wahlen, bei denen ein richtiger Kampf stattfand.