Der beste Schütze kommt
aus dem Aargau

1147 Schützen sind am Schwaderlohschiessen dabei gewesen.
Neuer Schwaderloh-Meister ist Roger Andres aus Rupperswil.
Bei den Pistolenschützen hat Bruno Kappeler gewonnen.

Werner Lenzin
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In einer Reihe: Die Gewehrschützen konzentrieren sich am Schwaderlohschiessen auf ihre Ziele. (Bild: Andrea Stalder)

In einer Reihe: Die Gewehrschützen konzentrieren sich am Schwaderlohschiessen auf ihre Ziele. (Bild: Andrea Stalder)

Wie ein feuriger Ball wirft die aufgehende Sonne ihr Licht auf das «Bäärenmos». Aus der Festhütte erklang am Sonntagmorgen vor dem Schwaderlohschiessen ein Choral, gespielt von der Bläsergruppe der Musikgesellschaft Hugelshofen. Pater Josef Gander vom Priesterhaus Bernrain in Kreuzlingen erinnert die Zuhörer: «Die alten Eidgenossen sind vor der Schlacht hinunter gekniet, um zu beten.»

Er weist darauf hin, dass der Ursprung der Schützenvereine in den mittelalterlichen Städten liegt und es die Aufgabe der Schützen war, die Städte vor feindlichen Angriffen zu schützen sowie die Stadtmauer und Stadttore zu bewachen. «Heute schützen die Schützen das Brauchtum und die Tradition. Und Letztere bildet ein wichtiges Gegengewicht zur Schnelllebigkeit der heutigen Zeit», sagt Gander.

Kinder sammeln die leeren Hülsen ein

Schon durchbrechen die ersten Schüsse die morgendliche Stille auf dem Schiessplatz. Resultate werden notiert, Standblätter unterschrieben und die Zielscheiben für jeweils vier Sekunden in die Höhe gereckt. Emsig rennen Kinder mit ihren Körben über die Blachen und sammeln die leeren Hülsen ein. Gleichzeitig kämpfen die Pistolenschützen auch in Alterswilen um die begehrte Kranzauszeichnung.

Teilnehmerrekord bei den Pistolenschützen

Die Organisatoren des diesjährigen Schwaderlohschiessens dürfen sich über eine Rekordbeteiligung bei den Pistolenschützen (520) und eine grosse Teilnahme von Militärschützen (183) freuen. Insgesamt sind 1147 Schützen dabei. Als Ehrengast gibt sich Bundesrat Ueli Maurer die Ehre. Die besten neun der insgesamt 744 Gewehrschützen – das sind 20 mehr als im Vorjahr – rüsten sich mit einem Maximum von 15 Punkten zum spannungsgeladenen Ausstich. Es sind dies: Roger Andres, Rupperswil; Stefan Hut, Bürglen; Bruno Inauen, Kemmental; Thomas Meier, Salenstein; Matthias Pauli, Triboltingen; Hermann Rohner, Hohlenbaum-Schaffhausen; Beat Rohr, Hirslanden-Riesbach, Dominik Stäehli, Raperswilen und Andres Traber, Steckborn.

Roger Andres trifft am besten und erzielt das Maximum von fünf Punkten. Er darf sich als Schwaderloh-Meister und Gewinner eines Sturmgewehrs (Erste Bundesgabe) feiern lassen. In einem weiteren Ausstich qualifiziert sich Bruno Inauen für die zweite Bundesgabe (zweiter Platz) und Hermann Rohner für die von der Bürgergemeinde Kemmental gestiftete Schwaderloh-Kanne. Den Gruppenwettkampf gewinnt die Schützengesellschaft 1, Hugelshofen-Dotnacht.

Fröhliches Gruppenbild: Schwaderloh-Präsident Heinz Nater, Schwaderloh-Mädchen Flavia Knill, Bundesrat Ueli Maurer, SSV-Präsident Luca Filippini, Regierungspräsidentin Cornelia Komposch und Schwaderloh-Meister 2018 Roger Andres (kniend). (Bild: Werner Lenzin)

Fröhliches Gruppenbild: Schwaderloh-Präsident Heinz Nater, Schwaderloh-Mädchen Flavia Knill, Bundesrat Ueli Maurer, SSV-Präsident Luca Filippini, Regierungspräsidentin Cornelia Komposch und Schwaderloh-Meister 2018 Roger Andres (kniend). (Bild: Werner Lenzin)

Auch im Militärwettkampf gab es mehr Anmeldungen

Begeistert zeigt sich Pistolen-Chef Simon Beerli über die Rekordzahl von 520 Teilnehmern: «Vor neun Jahren waren es 514 Schützen und letztes Jahr 475.» Pistolen-Schwaderloh-Meister wird Bruno Kappeler, Eisenbahner-Schützen, und bei den Gruppen siegen die Handrohrschützen 1 Schwaderloh aus Alterswilen. Dass beim Militärwettkampf 51 Schützen mehr dabei sind als letztes Jahr, nämlich 183 freut den scheidenden Chef des Militärwettkampfs, Oberst Urs Forster aus Müllheim. Bei den Gruppen gewinnt die Inf S 11 Kp 3 und im Einzelwettkampf Michael Merki, Stab Ter Rg 4.

Die Rangliste gibt es online unter: www.schwaderlohschiessen.ch