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«Der schönste Arbeitsplatz der Welt»: Lars Ramsperger übernimmt die Romanshorner Waldschenke seiner Eltern

Ende März geht die Waldschenke wieder auf. Gastgeber sind aber nicht mehr Heinz und Ruth Ramsperger, sondern ihr Sohn Lars und dessen Partnerin Manuele Ruchet. Grosse Änderungen am Konzept sind nicht geplant.
Jana Grütter
Ruth und Heinz Ramsperger übergeben die Waldschenke an Sohn Lars Ramsperger und Freundin Manuele Ruchet. (Bild: Donato Caspari)

Ruth und Heinz Ramsperger übergeben die Waldschenke an Sohn Lars Ramsperger und Freundin Manuele Ruchet. (Bild: Donato Caspari)

Lars Ramsperger ist hoch erfreut. Bald habe er und seine Partnerin Manuele Ruchet den schönsten Arbeitsplatz auf dieser Welt. Er übernimmt nämlich die schon lange geführte Waldschenke seiner Eltern. Und dies rechtzeitig zum baldigen Start in die neue Saison. Denn die Waldschenke heisst ihre Besucher ab Samstag, 30. März, wieder herzlich willkommen.

«Meine Frau Ruth und ich führten die Waldschenke 18 Jahre lang», sagt Heinz Ramsperger, ehemaliger Besitzer. Im Frühling 2001 haben sie den Gastrobetrieb von der Familie Knupp übernommen.

«Doch nun ist die Zeit gekommen, denn wir werden auch nicht mehr jünger.»

Dem 65-Jährigen fällt es nicht schwer, den Betrieb abzugeben. «Das Geschäft bleibt ja in der Familie.» Das habe er sich auch immer so erhofft. «Ausserdem werden meine Frau und ich unseren Sohn und seine Partnerin bei Bedarf jederzeit unterstützen.» Denn falls viele Kunden kommen, werden sie gebraucht.

Laut Ramsperger soll das Unternehmen grossenteils wie gewohnt weitergeführt werden. «Mein Sohn nimmt sicher ein paar neue Ideen mit.» Auf deren Umsetzung sei er gespannt. «Die Waldschenke wird aber familienfreundlich und günstig bleiben.»

Nachwuchs konnte bereits Erfahrung sammeln

Der neue Besitzer Lars Ramsperger weiss, wie sein Alltag künftig aussieht. «Ich habe schon eine Schnuppersaison in der Waldschenke absolviert.» Danach habe er entschieden, die Gaststätte zu übernehmen. «Ich möchte den Familienbetrieb weiterführen.» Da der 28-Jährige und seine Partnerin eine Kochlehre abgeschlossen haben, bringen sie ideale Voraussetzungen mit. «Ich finde toll, dass ich mich nun selbstständig machen kann.»

Bis jetzt sei er immer mit vielen anderen Köchen in der Küche gestanden. «Nun ändert sich für mich einiges.» Doch könne er trotzdem im Gastgewerbe bleiben. «Ich schätze vor allem den Gästekontakt, den ich bei anderen Arbeitsstellen nicht hatte.» Für ihn sei die Waldschenke der schönste Arbeitsplatz: «Ich bin den ganzen Tag draussen und kann bei familiärer Atmosphäre arbeiten.»

Laut Ramsperger sind jeweils an Wochenenden ein bis zwei Aushilfen beschäftigt. «Auf meine Eltern kann ich auch immer zählen.» Ausserdem bediene sein Bruder sporadisch den Grill.

«Es ist ein richtiges Familienunternehmen.»

Es seien Leute aus allen Schichten, die der Waldschenke einen Besuch abstatten. «Wir haben keine spezielle Zielgruppe im Auge.» Jedoch sei der Betrieb wegen der günstigen Preise und dem Kinderspielplatz besonders gut für Familien geeignet. «Es kommen aber auch Velofahrer, Spaziergänger oder Senioren auf einen Kaffee vorbei.»

Grundkonzept bleibt soweit erhalten

Ramsperger möchte keine grossen Änderungen am Grundkonzept seiner Eltern vornehmen. «Und wenn, denn sind die Veränderungen nur minimal.» So soll auch das Angebot auf der Speisekarte bewahrt werden.

«Die Infrastruktur lässt einen grösseren Herd und somit aufwendigere Menüs gar nicht zu.»

Ramsperger sagt, der Umsatz sei stark wetterabhängig. «In der Nebensaison wird es im Wald schon früh kühl.» Das merke er auch an der niedrigeren Besucherzahl. Dennoch sei er im Allgemeinen mit der Kundenfrequenz zufrieden. «In der Hauptsaison entsprechen meine Arbeitszeiten einem 100-Prozent-Pensum» Für den Winter müsse er und seine Partnerin aber noch eine andere Beschäftigung finden.

Der neue Besitzer

Lars Ramsperger ist in Arbon aufgewachsen, wo seine Eltern noch heute wohnen. Er selbst lebt mit seiner Partnerin seit sechs Jahren in Romanshorn. Der 28-Jährige hat eine Kochlehre absolviert. Danach ging er in der Wintersaison einige Male nach St.Moritz und Gstaad. Dann kam er zurück und arbeitete sich in seinem Lehrbetrieb bis zum Küchenchef hoch. Nun wird er selbstständig und stellt sich der Herausforderung der Führung von der Waldschenke in Romanshorn.

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