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Der rote Faden des Altnauer Künstlers Felix Brenner

Rappelvoll war die Buttig an der Vernissage – voller Besucher und voller Werke von Felix Brenner. Das Besitzerpaar Laib Mattes hat dem Altnauer Künstler freie Hand gelassen, umgebaut wird später.
Dieter Langhart
Tonband und Mütze: Felix Brenner unterhält sich mit einem Besucher, im Hintergrund Mitorganisator Christian Laib. (Bild: Donato Caspari)

Tonband und Mütze: Felix Brenner unterhält sich mit einem Besucher, im Hintergrund Mitorganisator Christian Laib. (Bild: Donato Caspari)

Die Freude steht Felix Brenner ins Gesicht geschrieben: Seine Ausstellung in seinem Dorf mit seinen Mitmenschen um sich. «Hoi Felix» hier, «wie goots dir?» da. Mittendrin der Künstler mit Wollmütze und Aufnahmegerät in der Hand und dem unverkennbaren Basler Dialekt. Seine Radiostation wird die öffentliche Vernissage am Sonntag ebenso dokumentieren wie jene für die geladenen Gäste tags zuvor. Kalt ists im alten Holzbau, warm ist die Stimmung, und für zwei Stunden ist die ehemalige Sattlerei Altnaus Mittelpunkt.

Natürlich kennt das Ehepaar Franziska Mattes und Christian Laib den Künstler. Sie haben von der Familie Knöpfli den Holzbau gekauft, der hinter ihrem Wohnhaus steht, wollen ihn umbauen. «Ein grosser Lupf», sagt Franziska Mattes zu den gut fünfzig Besuchern, «denn wir wollen möglichst viel original belassen.» Und flugs fragten sie Felix Brenner an, ob er den Umbau dokumentieren wolle.

Dritte ­Ausstellung in Altnau und Eintrag im «Who is Who»

Und er wollte. Seit achtzehn Jahren lebt er hier. «Felix gehört zu Altnau wie die Apfelbäume», sagt Gemeinderätin Moni Brauch­li. Er bereichere Altnau durch seine Art, sei im Dorf anzutreffen. «Er ist eine besondere Persönlichkeit, als Mensch wie als Künstler.» Felix Brenner ist Maler und Lithograf, ist Radiomacher und DJ, «ein Schaffer, bei dem der Humor zentral ist». Im Mai hat er einen Förderbeitrag des Kantons erhalten. «Die Latte liegt hoch für Felix, ist aber überwindbar», sagt Moni Brauchli. Felix Brenner hat im Kunstmuseum Thurgau und im Kunstverein Frauenfeld ausgestellt, im Lagerhaus St. Gallen oder im Kunstmuseum Olten. «Und in New York, West-Samoa und Altnau», ergänzt er. Zum dritten Mal stellt er hier aus, vergangenes Jahr erhielt er die Altnauer Medaille und kam ins «Who is Who im Thurgau». Die Buttig hängt voller Kunst, zumeist aufwendige Lithografien: Stillleben mit Katzen oder Pflanzen, ausgestellte und gezeichnete Ledertaschen, Selbstporträts neben solchen des Ehepaars Mattes Laib. Hier baumelt ein Vogelbauer von der Decke, da hängt eine selbstbemalte Hose an der steilen Treppe, dort lugt eine Harlekin-Maske zwischen Leitersprossen hervor. Felix Brenner ist der Schalk in Person.

Masken zum Weltuntergang und das «Totemügerli»

Auftritt Noah Joel Huber, Theaterer aus Güttingen und nicht verwandt mit Astrid und Leopold Huber aus Altnau, obwohl er im Sommer bei «Biedermann und die Brandstifter» am See-Burgtheater mitgespielt hat. Der junge Schauspieler mit Löwenmähne über dem sanften Gesicht hat das Stück «Die Suche nach dem roten Fäde(r)li» selbst geschrieben, hat sich von Bildern und Rauscherfahrungen Felix Brenners inspirieren lassen, warnt uns («keine nachvollziehbare Handlung»), rast mit uns durchs Sonnensystem, denn die Welt wird untergehen. Eine rasante und irrwitzige, absurde und rauchgeschwängerte Collage mit Musik und Gesichtsmasken. Und als Zugabe Franz Hohlers «Totemügerli» – spritziger als das Original.

Hinweis Bis 25.11., Kaffeegasse 16. Fr 16–19, Sa/So 14–17 Uhr oder nach Vereinbarung (079 649 79 85)

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