Der Romanshorner Stadtrat verlängert den Versuch mit der Jugendarbeit um ein halbes Jahr

Nach Meinung der Behörde liegen noch zu wenig aussagekräftige Erfahrungswerte vor. Wegen des Lockdowns ruhte der Betrieb über längere Zeit.

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Der Jugendraum ist seit Juni wieder offen.

Der Jugendraum ist seit Juni wieder offen.

Bild: Reto Martin (23.3.2012)

(red) Die neue Jugendarbeit der Stadt Romanshorn war im Oktober 2019 gestartet und als einjähriger Testbetrieb angelegt. Trotz relativ geringen Personalressourcen – zwei Jugendarbeiter teilen sich ein Pensum von 60 Prozent – wurden rasch konkrete Angebote umgesetzt. Der Lockdown behinderte jedoch Teile der weiteren Aufbauarbeiten, da einerseits der Jugendraum nicht mehr benutzt werden konnte und andererseits das Sammeln von Erfahrungswerten zu Nutzergewohnheiten und –bedürfnissen der Jugendlichen mehrheitlich entfiel.

Vorgesehen war, im Sommer 2020 die Erfahrungen der Versuchsphase mit Begleitung der Fachschule St. Gallen auszuwerten und damit die Richtung der künftigen Jugendarbeit der Hafenstadt zu bestimmen. Auf Grund der pandemiebedingt verkürzten Betriebszeit in den vergangenen Monaten hat die Jugendkommission die vorliegenden Daten nun jedoch als zu wenig repräsentativ taxiert und dem Stadtrat eine Verlängerung der Versuchsphase um ein halbes Jahr beantragt. Diesem Antrag hat die Exekutive in seiner Sitzung vom 16. Juni entsprochen.

Erfahrungen im Winterhalbjahr fliessen ein

Sowohl die Sekundarschulgemeinde Romanshorn-Salmsach wie auch die Politische Gemeinde Salmsach unterstützen neben der Stadt Romanshorn die Jugendarbeit weiterhin ideell und finanziell. Die Verlängerung ermöglicht es auch, Erfahrungen zum Nutzungsverhalten im ganzen Winterhalbjahr zu sammeln, was 2019 / 2020 nicht möglich war, weil der Jugendraum wegen Renovationsarbeiten erst anfangs 2020 zur Verfügung stand.

Dabei wird sich auch zeigen, ob die Angebote der Jugendarbeit über eine längere Zeitspanne tatsächlich genutzt werden. Dies zu beurteilen ist heute anspruchsvoll. In der Coronakrise reagierten die Jugendarbeiter rasch, waren aufsuchend unterwegs und bauten gleichzeitig die digitalen Kanäle etwa mit einem Whatsapp-Chatroom oder mittels Instagram aus. So hielten sie Kontakt zu den Jugendlichen.

Stadt fährt Betrieb wieder hoch

Seit Juni hat der Jugendraum mit Schutzkonzept wieder geöffnet und der Betrieb wurde in Kleingruppen im Raum und am See hochgefahren. Die Jugendarbeiter hoffen, nach den Sommerferien wieder regelmässig öffnen sowie geplante Workshops durchführen zu können.

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Markus Schoch