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Der Romanshorner Stadtrat geht bei der Verkehrsführung auf der Bank- und Sternenstrasse zurück auf Feld eins

Die Behörde stösst die Pläne der Vorgänger im Amt um und will die Situation grundlegend neu beurteilen.
Markus Schoch
Heute dürfen Autos nicht vom Bahnhofplatz in die Bankstrasse einfahren. (Bild: Markus Schoch)

Heute dürfen Autos nicht vom Bahnhofplatz in die Bankstrasse einfahren. (Bild: Markus Schoch)

Es gab von Anfang an grossen Widerstand, der nie kleiner wurde. Darum bricht der neue Romanshorner Stadtrat die Übung jetzt ab und geht die Sache nochmals ganz von vorne an. Die Behörde hat entschieden, die geplante Verkehrsführung an der Bank- beziehungsweise Sternenstrasse von Grund auf neu zu überdenken.

Geplant war, das heutige Einbahn-Regime beizubehalten und den Bahnübergang auf der Bankstrasse ganzjährig für die Autos und Motorräder zu sperren - heute ist er nur im Sommer jeweils am Wochenende zu.

Anwohner der Hafenstrasse befürchteten Mehrverkehr

Die Situation ist ziemlich verfahren. Gegen die Verkehrsanordnung auf der Bank- und Sternenstrasse waren im Sommer des letzten Jahres rund 80 Einwendungen eingegangen, viele davon von Anwohnern der Hafenstrasse. Sie befürchteten wegen des Ausweichverkehrs mehr Lärm - und Raser.

Der Kanton als Bewilligungsinstanz lud die Stadt deshalb ein, mit den Kritikern eine genehmigungsfähige Lösung zu finden beziehungsweise die Autos an der Hafenstrasse zu zählen, was die Stadt zwischen September und Februar tat, weil sich in dieser Zeit die Auswirkungen des neuen Verkehrsregimes simulieren liess: Die Bankstrasse war wegen einer Baustelle gesperrt. Schliesslich genehmigte das Departement für Bau und Umwelt im Mai dieses Jahres die neue Verkehrsführung, die dem ursprünglichen Vorschlag entsprach.

Stadtrat kommt Wunsch der Kritiker nach

Beim Verwaltungsgericht gingen in der Folge mehrere Beschwerden ein und sechzehn Personen stellten ein Wiedererwägungsgesuch beim Departement für Bau und Umwelt. Dieses verlangt, dass der Kanton die Verkehrsanordnung zur Neubeurteilung an den Stadtrat zurückweist und dieser den Bedürfnissen der betroffenen Anwohner Rechnung trägt.

Stadtrat Dominik Reis. (Bild: Donato Caspari)

Stadtrat Dominik Reis. (Bild: Donato Caspari)

Diesem Wunsch kommt der Stadtrat jetzt nach, wie er am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. «Wir gehen auf Feld ein zurück», sagt Stadtrat Dominik Reis. Ziel müsse sein, eine bessere Lösung zu finden, mit der eine Mehrheit der Bevölkerung einverstanden sein könne. Dazu möchte die Stadt nochmals den Austausch mit der Bevölkerung suchen und allenfalls den Verkehr auf der Hafenstrasse ein zweites Mal messen.

Der Ball liegt jetzt beim Verwaltungsgericht

In der Übergangsphase soll das ursprüngliche Verkehrsregime gelten. Wann die alten Zeiten auf den beiden Strassen wieder anbrechen, ist offen. Das sei unter anderem abhängig vom Verwaltungsgericht, das entscheiden müsse, wie es weiter gehe, sagt Reis. Er nehme an, dass die Beschwerden aufgrund der neuen Ausgangslage hinfällig seien.

Bis eine neue Varianten für die Verkehrsführung auf dem Tisch sei, werde es dauern, sagt Reis. Auch die Tempo 30-Zone auf der Hafenstrasse komme nicht von heute auf morgen, obwohl sie prioritär geplant sei. «Wir sind auf gutem Weg, aber es ist nicht so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt.»

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