Roggwiler Türenhersteller baut aus

RWD Schlatter investiert acht Millionen Franken in eine neue Lackierstrasse und ein modernes Bearbeitungscenter.

Sheila Eggmann
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Am Spatenstich: Niederlassungsleiter Reto Hörler (hrs), Geschäftsführer Luigi di Cola (RWD Schlatter), Divisionsleiter Türen Peter Spirig (Arbonia). (Bild: Sheila Eggmann)

Am Spatenstich: Niederlassungsleiter Reto Hörler (hrs), Geschäftsführer Luigi di Cola (RWD Schlatter), Divisionsleiter Türen Peter Spirig (Arbonia). (Bild: Sheila Eggmann)

Bisher hat die Firma RWD Schlatter die Türen extern lackieren lassen. Dank eines Erweiterungsbaus kann sie das künftig selber machen. Ab Anfang nächsten Jahres verfügt das Tochterunternehmen der Arbonia über eine neue Lackierstrasse, auch ein Türenbearbeitungscenter kommt dazu: «Damit vervollständigen wir den Produktionsablauf, was beim Ausbau vor rund sechs Jahren noch aufgeschoben wurde», sagt der Divisionsleiter für Türen, Peter Spirig, in seiner Ansprache beim Spatenstich am Freitag.

Mit dem Ausbau optimiert das Unternehmen den Produktionsprozess in einem Bereich, der immer wichtiger werde, sagt Spirig. Gleichzeitig können Logistikkosten gesenkt werden. Das Investitionsvolumen für den Anbau und die neuen Anlagen beläuft sich auf rund acht Millionen Franken. Mit dem Bau beauftragt ist die Firma HRS.

«Schritt in die Zukunft»

«Die Planung des Anbaus macht enorm Spass», sagt Georges Hutter, Projektleiter des Umbaus. «Die Firma macht einen Schritt in die Zukunft.»

Der Roggwiler Gemeindepräsident Gallus Hasler freut sich über die Vorwärtsstrategie des Türenherstellers: «Mir ist wichtig, dass es am Standort Roggwil Arbeitsplätze gibt.» Es nütze nichts, wenn nur Wohnraum entstehe, die Menschen aber pendeln müssten. Bisher beschäftigt die RWD Schlatter rund 130 Mitarbeiter am Hauptsitz in Roggwil, für die Lackiererei werde mehr Personal eingestellt. Die Firma hat weitere Niederlassungen in Dietikon, Vevey und Taverne.

Die Firma RWD Schlatter am Hauptsitz in Roggwil. (Bild: Sheila Eggmann)

Die Firma RWD Schlatter am Hauptsitz in Roggwil. (Bild: Sheila Eggmann)

Wachstum: Gebäudezulieferer Arbonia verbucht Fortschritte

Die Arbonia-Gruppe hat im ersten Semester Umsatz und Ertragszahlen verbessert. Die Übernahmen in der Heiztechnik und im Türengeschäft scheinen sich bezahlt zu machen, und vor allem im Osten Europas und in Deutschland wird in den Ausbau der Produktion investiert. Kehrseite der Medaille: Am Standort Schweiz schrumpft die Arbonia-Gruppe.
Thomas Griesser Kym