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Der «Park»-Wirt aus Arbon muss sich weiter ängstigen

Die geschützte Rosskastanie mit Astbruch beim Park Hotel kann nicht sofort gefällt werden - wenn überhaupt.
Markus Schoch
Der Kastanienbaum steht direkt neben der Terrasse des Park Hotels. (Bild: Andrea Stalder)

Der Kastanienbaum steht direkt neben der Terrasse des Park Hotels. (Bild: Andrea Stalder)

Avzi Ismaili muss sich gedulden und vorerst weiter mit der Sorge leben, dass ein Kastanienbaum auf die Terrasse seines Restaurants fallen könnte. Der Grund: Am Sonntag war aus heiterem Himmel ein grosser Ast abgebrochen. Der Wirt befürchtet nun, dass der Baum aus dem Gleichgewicht geraten könnte.

Ohne Gutachten läuft nichts

Einfach die Motorsäge in die Hand zu nehmen, geht im konkreten Fall nicht: Der Kastanienbaum ist geschützt. Ismaili beziehungsweise der Besitzer der Liegenschaft kann die Rosskastanie nur fällen, wenn die Stadt ihren Segen dazu gibt. Das entsprechende Gesuch werde voraussichtlich noch diese Woche eingehen, sagt der für die Stadtplanung und Stadtentwicklung zuständige Thomas Wiegand, der im Kontakt mit dem Eigentümer des Park Hotels ist.
Doch damit allein ist es nicht getan. Dem Gesuch beiliegen muss ein Gutachten eines Experten, in dem dieser erklärt, dass der Baum nicht mehr zu retten ist, sagt Stadtrat Peter Gubser. «Wir haben die Adresse von zwei-drei Fachpersonen, die wir in solchen Fällen gerne weiter geben.»

Kommission gibt Empfehlung ab

In einem ersten Schritt prüft dann die Grünraumkommission die Eingabe mit den entsprechenden Unterlagen und gibt eine Empfehlung zuhanden des Stadtrates ab, der abschliessend entscheidet. Wenn Gefahr in Verzug ist, müsse alles schnell gehen, sagt Wiegand. Was nicht heisse, dass ein abgekürztes Verfahren zum Zug komme, stellt Gubser klar. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Baum stehen bleibe. So sei es jedenfalls in einem ähnlichen Fall mit einem grossen (geschützten) Nussbaum gewesen, bei dem ebenfalls ein Ast abgebrochen sei. Der Liegenschaftsbesitzer habe ihn umtun wollen, was aber nicht nötig war, wie sich gezeigt habe.

Besitzer ist in der Pflicht

Grundsätzlich sei es Sache der Besitzer eines geschützten Baumes, ihn zu pflegen, ruft Gubser in Erinnerung. Die Stadt beteilige sich finanziell an entsprechenden Massnahmen. «Wenn man es nicht oder falsch macht, können Überbelastungen entstehen, die zu Astbrüchen führen.» Wann die Rosskastanie beim Park Hotel zum letzten Mal fachmännisch geschnitten worden sei, könne er nicht sagen. In Arbon gibt es rund 70 geschützte Bäume sowie Baumgruppen wie die Kastanienallee am See. Sie alle sind wichtig für das Ortsbild. Fällen kann man sie nur, wenn zwingende Gründe vorliegen. Zudem ist dann angemessener Ersatz zu schaffen.

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