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Der Osten von Kreuzlingen wird zum Zentrum für Freizeit und Sport

Ein Reka-Feriendorf, eine Tennishalle und Fussballplätze sollen mit dem Gestaltungsplan Seezelg II entstehen.
Kurt Peter
Sie stellen den Gestaltungsplanentwurf vor: Fabian Munz, Roger Seifritz, Ernst Zülle und Bernhard Hochstrasser. (Bild: Kurt Peter)

Sie stellen den Gestaltungsplanentwurf vor: Fabian Munz, Roger Seifritz, Ernst Zülle und Bernhard Hochstrasser. (Bild: Kurt Peter)

Ein voll besetzter Rathaussaal war am Donnerstagabend der Beweis dafür, dass das Interesse am Gestaltungsplan Seezelg II sehr gross ist. Die Stadt hatte eingeladen, um über den Entwurf zu informieren. Stadtrat Ernst Zülle sprach von einem «sensiblen Gebiet am See mit grossen Potenzial für Bauten und Grünflächen».

Reka-Direktor Roger Seifritz ging auf die Gründe ein, warum in Kreuzlingen ein Feriendorf gebaut werden soll. «Der Bodensee weist generell eine hohe Attraktivität aus, die brach liegt», meinte er. 2015 habe Reka das ganze Bodenseeufer analysiert und Kreuzlingen als Standort festgemacht. «Das hat auch damit zu tun, dass ein Baufeld besteht und keine Umzonung nötig ist». Die Reka wolle 70 Wohneinheiten, Thermalbad, Aufenthaltsräume und Kinderspielräume realisieren und peile 50000 Übernachtungen jährlich an.

Positive Beurteilung der Projektoptimierung

Gebaut wird das Reka-Feriendorf von der Bottighofer Seeleben AG. Als deren Vertreter erklärte Fabian Munz, dass man von der Regelbauweise abgekommen sei, um die Gebäude länger als 50 Meter bauen zu können. Von der Stadtbildkommission sei diese Projektoptimierung, wie sie der Entwurf vorsehe, positiv beurteilt worden.

«Zwischen Feriendorf und Seeufer werden wir das gesamte Gebiet renaturieren und mit Massnahmen wie Blumenwiesen die Artenvielfalt fördern. Das Areal ist öffentlich zugänglich.»

Der Gestaltungsplan sieht den Bau einer Tennishalle mit vier Plätzen vor. Bernhard Hochstrasser von der Tennishalle am See AG erklärt: «Die bestehende Halle bei der Bodensee-Arena ist mit drei Plätzen zu klein, die Aussenplätze im Seeburgpark sollen aufgehoben werden». Zudem laufe das Baurecht für die Tennishalle 2024 aus. Das neue Betriebskonzept sehe die Förderung des Spitzen- und Breitensports vor.

Die nächste Generation wird entscheiden

Ausserdem solle die Halle die Tennissportler in Kreuzlingen halten. Verstärkt werden soll die Zusammenarbeit mit den Vereinen, der Reka, der Sportschule sowie dem Centro Italiano. Seezelg II bietet auch Raum für Fussballplätze. Ruedi Wolfender vom Departement Gesellschaft sprach von bereits bestehenden Plänen, da die Plätze vom Klein Venedig ins Seezelg verlegt werden sollen. «Wir sprechen dabei aber von einem Zeitrahmen von etwa 15 Jahren, entscheiden darüber wird die nächste Generation».

In der Diskussion wurden vor allem Bedenken wegen Beleuchtung, Verkehr und Lärm geäussert. Wolfender machte klar: «Im Döbeli können wir aus verschiedenen Gründen nicht bauen, einen anderen Platz haben wir nicht». Die Vorprüfung des Gestaltungsplanes durch den Kanton liege vor, «beim querlesen habe ich Wohlwollen festgestellt», sagte Ernst Zülle. Die öffentliche Auflage soll im Winter 2019/2020 erfolgen, so dass das Gebiet die baureife Mitte 2020 erlangen sollte.

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