Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der neuste Trendapfel aus Ellighausen heisst Bonita

Die Obstfachleute Erich und Dario Dickenmann bringen immer wieder neue Sorten auf den Markt.
Martina Eggenberger Lenz
Erich Dickenmann und sein Sohn Dario begutachten in ihrer Obstanlage in Ellighausen die neu gezüchtete Apfelsorte Bonita. (Bild: Reto Martin)

Erich Dickenmann und sein Sohn Dario begutachten in ihrer Obstanlage in Ellighausen die neu gezüchtete Apfelsorte Bonita. (Bild: Reto Martin)

Vom Moment an, wenn Erich Dickenmann morgens um fünf Uhr aufsteht, dreht sich bei ihm alles um den Apfel. Die Frucht ist seine Leidenschaft – und seine Berufung. Der Obstbauingenieur ist ein bisschen «än Verruckte», wie er über sich selber sagt. Er ist immer auf der Suche nach der nächsten Innovation und hat schon verschiedenste Sorten in der Schweiz lanciert.

Aktuell setzt er vor allem auf sein neustes Produkt: «Bonita». Entwickelt wurde es in Zusammenarbeit mit dem Institut für experimentelle Botanik in Prag. Stolz führt der Chef des Obstbaumschulbetriebes durch die Anlage in Ellighausen. Eine halbe Million Jungpflanzen gedeihen in den Quartieren von Dickenmann. Weiter 150000 verkaufsfertige Obstbäume.

Vor einer Pflanzreihe mit leuchtend roten Äpfeln bleibt er stehen. Das ist er also, der mögliche Apfel der Zukunft. Ein Exemplar ist perfekter als das andere. Kein Fleckchen, keine zu kleinen oder zu grossen Früchte, alle wie aus dem Bilderbuch.

Hübsch, süss-säuerlich und äusserst robust

Dario Dickenmann, Mitglied der Geschäftsleitung und Obstbaufachmann, erklärt die Vorteile der Sorte Bonita: «Sie ist ertragreich, sieht attraktiv aus, ist einfach im Anbau und zudem sehr lagerfähig. Ausserdem schmeckt sie schön süss-säuerlich.»

Am allerwichtigsten ist für den Junior-Chef aber, dass «Bonita» schorfresistent ist. Schorf ist eine der verbreitetsten Apfelbaumkrankheiten. Ein Befall kann die Früchte am Baum faulen lassen. Sorten, die gegen Schorf resistent sind, müssen viel weniger mit Pflanzenschutzmittel behandelt werden als andere. «In Zeiten, in denen es immer mehr Restriktionen gibt, ist das natürlich enorm wichtig. Und auch noch viel ökologischer», betont Erich Dickenmann. Bei uns gängige Sorten wie Gala, Jonagold oder der Braeburn zum Beispiel seien hochanfällig und müssten daher viel gespritzt werden.

Bald in den Denner-Regalen

Im Südtirol wird «Bonita» bereits in grossen Mengen angebaut. In der Schweiz hat Dickenmann die Bäume im zweiten Jahr im Verkauf. «Letztes Jahr gab es die ersten Früchte bei Direktvermarktern zu kaufen. Die Rückmeldungen waren super und es war schnell alles ausverkauft.» Dieses Jahr wird Denner als erster Grossverteiler beliefert.

«Bonita ist ein Apfel mit Wow-Effekt»,

ist der Züchter überzeugt. Diese Einschätzung teilt auch der Sohn: «Bonita ist mein absoluter Lieblingsapfel», schwärmt er und beisst in ein Exemplar, das er direkt vom Baum gepflückt hat. Acht Äpfel isst er pro Tag. Verleidet ist ihm die Frucht noch nie.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.