Der Neue soll besser passen: Kreuzlinger und Ermatinger Katholiken freuen sich über ihren künftigen Pfarradministrator

Edwin Stier heisst der neue Pfarradministrator für die Kreuzlinger und Ermatinger Katholiken. Er kommt aus Baden-Württemberg, wo er heute zwei Pfarreien leitet. Mit ihm kommt auch Bewegung in die lange währende Unsicherheit um den Pastoralraum Regio Kreuzlingen.

Urs Brüschweiler
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Der neue Pfarradministrator Edwin Stier flankiert von den beiden Präsidenten der Kirchgemeinden Beat Krähenmann (Kreuzlingen-Emmishofen) und Beatrice Niedermann (Ermatingen)

Der neue Pfarradministrator Edwin Stier flankiert von den beiden Präsidenten der Kirchgemeinden Beat Krähenmann (Kreuzlingen-Emmishofen) und Beatrice Niedermann (Ermatingen)

(Bild: Reto Martin)

«Endlich können wir wieder Positives vermelden.» Beat Krähenmann, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen, stellte gemeinsam mit seiner Ermatinger Amtskollegin Beatrice Niedermann den neuen Pfarradministrator vor. Edwin Stier wird den nahen Weg aus Baden-Württemberg über die Grenze machen und am 13. September in Kreuzlingen feierlich ins Amt eingesetzt.

«Ich freue mich sehr auf die grosse Gemeinde.»

Der Abschied aus der Region Rottweil werde ihm nach 25 Jahren zwar schwer fallen. «Aber ich bin hier sehr offen empfangen worden.» Mit dem Seelsorgeteam habe es bereits einen guten Austausch gegeben. Nun freue er sich, die vielen Menschen der Gemeinden kennen zu lernen.

«Die Leute sollen auf mich zukommen und sich trauen, mir das Gute zu sagen, aber auch die schwierigen Dinge anzusprechen.»

Start für den Pastoralraum Regio Kreuzlingen

Dies gilt nicht nur für die Kreuzlinger Katholiken, sondern auch für die Ermatinger. Denn mit der Einsetzung Stiers wird vom Bischof von Basel auch der lange verzögerte Pastoralraum über die drei Pfarreien St. Ulrich, St. Stefan und St. Albin kanonisch errichtet. Das Bistum übertragt Stier gleichzeitig dessen Leitung und gibt somit den Startschuss für die Ausarbeitung der künftigen Zusammenarbeit der Kirchgemeinden. Am Ende werden die Kirchbürger dann ebenfalls noch ihren Segen zur Neuorganisation geben können.

Offenheit und Neugier in Ermatingen

Die Ermatinger Kirchenpräsidentin Beatrice Niedermann sagt: «Wir sind offen und neugierig auf den Pastoralraum», sagt die Ermatinger Kirchenpräsidentin Beatrice Niedermann. Seit langer Zeit erhält die Gemeinde nun wieder einen Priester zugeteilt. Man sei aber auch froh, dass mit der Pfarreiseelsorgerin Tanja Tribull die Ansprechpartnerin vor Ort bleibe.

Erleichterung in Kreuzlingen-Emmishofen

Beat Krähenmann ist erleichtert, dass die priesterlichen Dienste nun wieder gesichert sind. Froh mache ihn auch die Aussicht, dass das Bistum noch einen weiteren Priester schicke, der Stier als Kaplan unterstützen soll.

Pater Jan Walentek, beziehungsweise der polnische Redemptoristen-Orden, hatte nach einem Richtungsstreit mit dem Bischof den Rückzug aus Kreuzlingen angekündigt. Zuvor hatte der konservative Pfarrer Alois Jehle die Kirchgemeinde teilweise gespalten.

Nun soll in den Kreuzlinger Pfarreien also wieder Einigkeit herrschen. Beat Krähenmann sagt:

«Ich habe das gute Gefühl, dass Herr Stier sehr gut zu uns passen wird.»

Der neue Pfarradministrator selbst gibt sich bezüglich strittiger Themen betont verbindend und lösungsorientiert.

«Ich kann hier völlig unbelastet anfangen.»