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Der neue Romanshorner Stadtpräsident will sich einen Parteibeitritt überlegen

Roger Martin bleibt möglicherweise nicht auf alle Zeiten parteilos. Der Entscheid dürfte ihm allerdings nicht leicht fallen. Bleibt er unabhängig, wäre der Salmsacher nicht der erste in dieser Position im Kanton.
Markus Schoch
Roger Martin (Mitte) mit zwei, die ihn unterstützt haben: Links ist Roland Hugentobler, der Sprecher der Findungskommission, und rechts SVP-Vorstandsmitglied Urs Köppel, der Sprecher des Wahlkomitees. (Bild: PD)

Roger Martin (Mitte) mit zwei, die ihn unterstützt haben: Links ist Roland Hugentobler, der Sprecher der Findungskommission, und rechts SVP-Vorstandsmitglied Urs Köppel, der Sprecher des Wahlkomitees. (Bild: PD)

Roger Martin ist der erste parteilose Stadtpräsident von Romanshorn und in guter Gesellschaft im neuen Stadtrat, wo nur noch die Hälfte einer Partei angehört. Im Kanton ist er jedoch ein Exot: Alle aktuellen und künftigen Präsidenten der übrigen fünf Städte im Kanton bekennen parteipolitisch Farbe.

Martin will nicht ausschliessen, dass er sich dereinst auch einer Partei anschliesst. Der Entscheid hänge mit der Antwort auf die Frage zusammen, ob es für Romanshorn in Bezug auf das Beziehungsnetz von Vorteil wäre, wenn er für den Grossen Rat kandidiere – was er allerdings auch als Parteiloser auf einer Liste tun könnte, wenn er denn die Möglichkeit dazu erhalten sollte.

Die Zeit drängt

Viel Zeit zum Überlegen hat Martin nicht, wenn er in seiner ersten Amtsperiode tatsächlich zum Sprung ins Kantonsparlament ansetzen möchte, in dem der neue Stadtrat nicht mehr vertreten sein wird. Die nächsten Wahlen finden bereits im kommenden Jahr statt.

Martin hat eine Vergangenheit bei der FDP. Doch die Freisinnigen in Romanshorn dürften ihn nicht mit offenen Armen empfangen, nachdem er FDP-Kantonalparteipräsident David H. Bon aus dem Amt gedrängt hat. Inhaltlich am nächsten steht der 50-Jährige ohnehin den Grünliberalen, der BDP und der CVP – in dieser Reihenfolge. Das Problem: Die Grünliberalen und die BDP haben in Romanshorn keine Ortsparteien.

CVP und SVP leisteten Schützenhilfe

Die CVP stellte sich für den zweiten Wahlgang hinter Roger Martin: Hier ist er im Gespräch mit Norbert Senn (links), der Vorgänger von David H. Bon im Stadtpräsidium von Romanshorn. (Bild: Andrea Stalder)

Die CVP stellte sich für den zweiten Wahlgang hinter Roger Martin: Hier ist er im Gespräch mit Norbert Senn (links), der Vorgänger von David H. Bon im Stadtpräsidium von Romanshorn. (Bild: Andrea Stalder)

Am ehesten in Frage käme deshalb die CVP, die Martin auch im Wahlkampf unterstützt hat. Berührungspunkte gibt es allerdings ebenfalls mit der SVP, die sich seinen Wahlkampf nicht nur einiges kosten liess, sondern in der Person von Urs Köppel sogar den Sprecher des Wahlkomitees stellte.

Es geht auch ohne Partei im Rücken

Als Stadtpräsident muss man nicht zwingend einer Partei angehören. Andreas Netzle hat Kreuzlingen über zehn Jahre lang geführt, ohne eine Partei im Rücken zu haben. Allerdings hatte er im Parlament ohne eigene Hausmacht zuweilen einen schweren Stand. (mso)

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