Der neue Evangelische Pfarrer in Lengwil will für alle Menschen da sein

Marc Ditthardt heisst der Nachfolger von Timo Garthe. Die Gemeinde hiess ihn uns seine Familie am Sonntag willkommen.

Manuela Olgiati
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Pfarrer Marc Ditthardt spricht zur Gemeinde.

Pfarrer Marc Ditthardt spricht zur Gemeinde.

(Bild: Donato Caspari)

«Sympathie in Begegnungen zwischen Menschen entstehen bereits in den ersten Sekunden», beschreibt es Dekan Tibor Ekeles aus Horn, der die Segenswünsche überbringt. Die Wahl eines neuen Pfarrers gehe selten so schnell. Das Pflichtenheft sei umfangreich. Vertrauen sei eine Herzensangelegenheit, welches dann eine Menge auszuhalten vermöge. Es gehe um den Glauben in der Liebe und Hoffnung. Auch darum Himmelsbotschaften zu vermitteln und eine weltliche Kirche zu leben.

In seiner Predigt geht Marc Ditthardt auf die biblische Geschichte des Propheten Jona ein. «Anstatt den Himmel auf Erden zu finden, kamen rabenschwarze Wolken.» Die Flucht vor Gott und die Not im Bauch des grossen Walfisches habe Jona schliesslich zum Beten gebracht. Genauso zelebriere es die Kirche heute. Das Gebet bringe in schwierigen Situationen Nähe zu Gott. Es könne bei Entscheidungen helfen.

Der Einsetzungsgottesdienst am Sonntagmorgen fand auf der Wiese im Schutz von Sonnenschirmen vor der Kirche statt. Über 150 Besucher möchten den neuen Pfarrer kennen lernen. Dessen Frau Meike und die Kinder Michelle, Manuel und Mathieu werden ebenso herzlich in der Kirchgemeinde Lengwil aufgenommen. Der 53-jährige Pfarrer kommt aus Nordrhein-Westfalen und arbeitet bereits seit zehn Jahren in der Schweiz.

Auch die Familie des neuen Pfarrers wurde Willkommen geheissen.

Auch die Familie des neuen Pfarrers wurde Willkommen geheissen.

(Bild: Donato Caspari)

Kirchenpräsidentin Marianne Schleusser spricht von einem Glücksfall. Pfarrer Ditthardt zeige grosses Interesse für das Dorfleben. Wie sein Vorgänger Timo Garthe wird auch Ditthardt für die evangelische Landeskirche das Teilzeitamt im Ausschaffungszentrum für Asylbewerber in Kreuzlingen übernehmen.

Gemeindepräsident Ciril Schmidiger spricht von einem Miteinander der Gesellschaft und der Körperschaften. Er rückt den Baum, den Blutahorn im Garten, den die Gemeinde der Kirche schenkte, ins Zentrum. Dieser versinnbildliche die Zusammengehörigkeit. Beim Apéro und dem Mittagessen folgt der Austausch der Kirchbürger mit der Pfarrfamilie.