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Der Mensch fasziniert Kreuzlinger Maturandinnen

Die Kantischülerinnen Alexandra Zwinngi und Ellen Knöpfel haben für ihre Maturarbeiten je ein «Sehr gut» von «Schweizer Jugend forscht» erhalten. Sie beschäftigten sich mit Michelangelo und Vitaminen.
Janine Bollhalder
Alexandra Knöpfel und Ellen Zwinggi haben von «Schweizer Jugend forscht» die Auszeichnung «sehr gut» für Ihre Wettkampfsarbeiten erhalten. (Bild: Donato Caspari)

Alexandra Knöpfel und Ellen Zwinggi haben von «Schweizer Jugend forscht» die Auszeichnung «sehr gut» für Ihre Wettkampfsarbeiten erhalten. (Bild: Donato Caspari)

«Es war schwierig, junge Frauen zu finden, die ihr Blut für die Untersuchungen meiner Maturarbeit spendeten», sagt Ellen Zwinggi. Die 18-jährige Maturandin aus Tägerwilen ist in ihrem letzten Schuljahr nicht etwa zum Vampir mutiert, sondern untersuchte die Wirkung eines Polyvitaminpräparates der Marke Berocca. «Das ist ein anderes Wort für Multivitaminpräparat.»

Auch ihre Klassenkameradin Alexandra Knöpfel aus Kreuzlingen hatte bei ihrer Arbeit gewisse Schwierigkeiten:

«Bei einigen Quellen war es schwierig abzuschätzen, ob es sich einfach nur um Verschwörungstheorien oder Einbildungen handelte»

Die 18-Jährige hat das Gemälde von Michelangelo an der Decke der Sixtinischen Kapelle in Rom analysiert: «Ich habe eine Dokumentation über die Geheimnisse der Kirche gesehen, welche mich fasziniert hat.»

Mehr als nur eine Maturarbeit

Die Arbeiten der beiden Kantischülerinnen sind von der Stiftung «Schweizer Jugend forscht» mit «Sehr gut» ausgezeichnet worden. «Die Lehrperson, welche meine Maturaarbeit betreute, hat mich animiert, diese einzusenden», sagt Knöpfel. So ist es auch Zwinggi ergangen. Damit sind aus den Maturarbeiten Wettkampfsarbeiten geworden. «Freiwillige Experten haben unsere Arbeiten gelesen und uns Ratschläge zur Verbesserung gegeben», sagt sie.

Ellen Zwinggi ist auch vom Labor, welches die Blutproben untersucht hat, unterstützt worden. Die Ergebnisse aus den Blutproben der 33 Probandinnen haben ihre Vermutung, welche sie zu Beginn der Arbeit hegte, bestätigt: «Das Polyvitaminpräparat verbessert das Blutbild definitiv.» Selbst nehme sie das Präparat allerdings nur im Winter ein.

Alexandra Knöpfel hat auf gebundene Quellen anstelle von menschlichen Probanden gesetzt: «Ich kann mit einem Buch besser arbeiten» sagt sie. Ihre Arbeit ist in englischer Sprache verfasst. Als Fazit sagt sie: «Michelangelo hat in seinem Gemälde ziemlich sicher etwas aussagen wollen. Unter anderem gewisse Kritik an der Kirche.» Dafür gäbe es zahlreiche Hinweise.

«Natürlich ist es aber auch möglich, dass man mehr in seine Arbeit hinein interpretiert, als dass der Künstler tatsächlich ausdrücken wollte.»

Alexandra Knöpfel sieht ihre Zukunft nach dem kurz bevorstehenden Schulabschluss in der Forensik. «Ich will in Lausanne studieren», sagt sie und träumt von einer Karriere wie die Helden in der Fernsehsendung CSI. Falls das nicht klappe, würde sie auch gerne ein Kunststudium absolvieren. Leider seien die Berufsaussichten nach beiden Studiengängen nicht sonderlich rosig. Ellen Zwinggi hat sich in ihrer Arbeit schon mit einem berufsgerichteten Interessengebiet beschäftigt: Sie will Biomedizin studieren.

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