Der Lunapark-Aufbau an der Wega ist wie Lego spielen für Erwachsene

Am Donnerstag beginnt die grösste Messe im Thurgau, die Wega in Weinfelden. Für die Betreiber des Lunaparks bedeutet der Aufbau harte Arbeit aber auch Vorfreude.

Mario Testa
Drucken
Teilen
Heinz Fries koordiniert den Aufbau des Lunaparks. Er steuert seine Bahn «Octopus» zum Angebot bei. (Bild: Mario Testa)

Heinz Fries koordiniert den Aufbau des Lunaparks. Er steuert seine Bahn «Octopus» zum Angebot bei. (Bild: Mario Testa)

«Bahnen aufbauen ist wie Legospielen für Erwachsene», sagt Peter Berger. Er ist Betriebsleiter bei den Corbière Vergnügungsbetrieben. An der Wega verantwortet Berger zwei Bahnen, einen Scheibenwischer – auch als «Fliegender Teppich» bekannt – und ein Kinderkarussell. Schon seit seiner Kindheit hätten ihn Bahnen fasziniert und als Erwachsener fand er bald einen Job in der Branche.

«Die Bahnen haben sich in den vergangenen
30 Jahren kaum verändert. Nur der Aufbau ist heute nicht mehr so streng, wie damals»
Peter Berger, Betriebsleiter Corbière Vergnügungsbetriebe. (Bild: Mario Testa)

Peter Berger, Betriebsleiter Corbière Vergnügungsbetriebe. (Bild: Mario Testa)

sagt Peter Berger. «Mit den Kranen und Hydrauliken geht alles etwas ringer – dafür müssen wir viel schneller sein.»

An der Wega befindet sich der Lunapark auf dem Parkplatz beim Bahnhof. Den kompletten Platz pachtet Chilbi-König Hanspeter Meier, er vermietet die einzelnen Standplätze dann den Schaustellern weiter. «Die Tourneeplanung, also welche Bahnen an welches Fest kommen, wird jeweils im Winter gemacht», sagt Heinz Fries, Meiers Stellvertreter vor Ort.

«Bei der Planung wird darauf geachtet, dass es für Jung und Alt etwas hat.»

Verzichten müssen die Wega-Besucher dieses Jahr auf die Fahrt im Riesenrad. «Es steht derzeit in Neuenburg wegen des Fête des Vignerons, deshalb gibt es an der Wega dieses Jahr keines», sagt Fries.

Wetter entscheidet über Erfolg oder Misserfolg

Mit dem Parkplatz am Bahnhof haben sich die Lunapark-Macher in Weinfelden arrangiert. «Er ist etwas schmal und lang gezogen. Dafür ist der Boden sehr gut, die Stromverteilung ideal und auch die Zusammenarbeit mit den Behörden und der SBB klappt», sagt Heinz Fries – dä Brüeder vom «Brüeder vom Heinz».

Er hofft auf gutes Wetter während der Wega. «Das Wetter entscheidet alles. Wenn es regnet, bricht der Umsatz um bis zu 80 Prozent ein.» Bei gutem Wetter sei die Wega ein lohnender Standort für die Schausteller. «Der Lunapark ist dann immer gut besucht hier. Es hat viele Leute.» Fries hofft, dass die kleine Achterbahn «Der Wurm» dieses Jahr als Neuheit viele Kinder anlockt.

Wohnen in der Wagenburg auf dem Parkplatz

Die Schausteller und ihre Angestellten leben während der Messetage in Wohnwagen. Auf dem Parkplatz des TKB-Betriebszentrums haben sie ihre Wagenburg aufgestellt. «Da leben dann etwa 50 Menschen während rund einer Woche», sagt Peter Berger. «Die Stimmung ist familiär, man kennt sich – und gleichzeitig sind wir doch auch Konkurrenten. Aber hier gibt es zum Glück keine Bahn zweimal, sonst wäre der Konkurrenzkampf sicher grösser.»

Sonderschau zum Katastrophenschutz

Auf dem Areal des Thomas-Bornhauser-Schulzentrums findet sich auch das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE), welches den Besuchern spannende Hintergrundinformationen zum Katastrophenschutz gibt. Gewisse Geräte wie Suchkameras können auch selbst getestet werden. Daneben gibt es eine Panzerausstellung der Firma Mowag mit modernen Panzerfahrzeugen. Der Panzertreff Bürglen stellt Armeefahrzeuge aus früheren Jahren aus. (sba)

Wega-Fans, macht euch parat!

Ob mit Hochgeschwindigkeit oder Gemütlichkeit, digital oder geistlich; für alle gibt es an der Weinfelder Herbstmesse Neues zu entdecken.
Hannah Engeler