Interview

Der Lengwiler Gemeindepräsident möchte in den Grossen Rat: «Mein Entscheid fiel klar auf die SVP»

Bei seiner Wahl zum Lengwiler Gemeindepräsidenten 2014 war Ciril Schmidiger noch parteilos. Eine politische Karriere im Kantonsrat konnte er sich damals nicht vorstellen. Fünf Jahre später steht er auf der SVP-Liste für die Wahl in den Grossen Rat.

Urs Brüschweiler
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Ciril SchmidigerGemeindepräsident von Lengwil

Ciril Schmidiger
Gemeindepräsident von Lengwil

(Bild: pd)

Wann sind Sie der SVP beigetreten?

Ich bin seit 2018 Mitglied der Ortspartei Lengwil.

Was hat den Ausschlag zum Entscheid gegeben?

Durch meine Arbeit als Gemeindepräsident durfte ich in den vergangenen Jahren bereits viele gute Verbindungen zur Regierung und in die Legislative des Kantons knüpfen sowie das politische System vertieft kennen lernen. Dabei ist mein Interesse an einem Kantonsratsmandat gewachsen. Nebst persönlichen Kontakten mit verschiedenen Parteivertretern analysierte ich meine politischen Interessensgebiete und verglich diese mit den Parteiprogrammen. So fiel mein Entscheid schlussendlich klar auf die SVP.

Sie haben Listenplatz 19 von 23 ergattert auf der SVP-Bezirksliste. Rechnen Sie sich Chancen auf eine Wahl aus?

Der Listenplatz wird jeweils fair nach Bisherigen, bereits schon einmal Kandidierenden und nach Alphabet vergeben und ist nicht das einzige Merkmal für eine mögliche Wahl. Das entscheiden schlussendlich die Wählerinnen und Wähler.

Ist Ihr Engagement auch ein Versuch zu verhindern, dass Lengwil nach dem Rücktritt von Matthias Rutishauser, weiter ohne Vertreter im Grossen Rat dasteht?

Mein Entschluss zur Kandidatur erfolgte unabhängig des Rücktritts von Matthias Rutishauser. Ich finde es jedoch enorm wichtig, dass auch kleinere und ländlichere Gemeinden wie Lengwil im Grossen Rat vertreten sind. So würde ich natürlich sehr gerne die indirekte Nachfolge Rutishausers antreten.

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