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Der Landfrauenverein Hefenhofen-Sommeri pflegt seit bald 60 Jahren die ländliche Kultur und Gemeinschaft

Das Jahresprogramm bietet den aktuell rund 120 Mitgliedern vieles. Es gibt Kochkurse, Stilberatung oder Fahrtheorie. Die Mitgliedschaft steht allen Frauen offen.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Sonja Brühlmann, die Präsidentin des Landfrauenvereins Hefenhofen-Sommeri, schneidet in ihrem Garten Rosen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Sonja Brühlmann, die Präsidentin des Landfrauenvereins Hefenhofen-Sommeri, schneidet in ihrem Garten Rosen. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

«Ich schätze es sehr, hier leben zu dürfen. Mir gefällt die wunderbare Landschaft im schönen Thurgau», sagt Sonja Brühlmann mit einem Lächeln. Als Bäuerin erlebe sie die Jahreszeiten ganz besonders intensiv. Sie zeigt auf die vielen Hochstammbäume bei ihrem Einfamilienhaus in Hefenhofen – schon bald haben die Zwetschgen Hochsaison. Stefan und Sonja Brühlmann führen einen Obstbaubetrieb.

Die Bäuerin ist seit diesem Jahr Präsidentin des Landfrauenvereins Hefenhofen-Sommeri. Dem Verein gehören heute rund 120 Bäuerinnen und Landfrauen an. Gegründet wurde dieser im Jahre 1960 unter dem Namen «Landwirtschaftliche Frauenkommission Hefenhofen». In dieser Frauenkommission, die damals von Trudi Brühlmann aus Sonnenberg bei Hefenhofen präsidiert wurde, machten vorwiegend Bäuerinnen mit. Schon damals stand jedoch die Mitgliedschaft allen Frauen offen – auch Nichtbäuerinnen.

Im Verein sind auch Frauen aus der Stadt dabei

Aus der «Landwirtschaftlichen Frauenkommission Hefenhofen» entstand elf Jahre später dann der Landfrauenverein Hefenhofen-Sommeri – mit dazumal etwa halb so vielen Mitgliedern wie heute. Sonja Brühlmann ist die siebte Präsidentin und bereits seit 16 Jahren dabei. «In unserem Landfrauenverein sind Bäuerinnen und Landfrauen aus der Umgebung, auch aus der Stadt Amriswil», erzählt sie.

Der Verein zeigt sich heute bunt gemischt – von Bäuerinnen, über Familien- und Geschäftsfrauen bis hin zu Seniorinnen. Das jüngste Mitglied sei 30 Jahre alt und das älteste 91, weiss Sonja Brühlmann. Der Landfrauenverein biete Frauen – aller Generationen und Konfessionen – viele interessante Möglichkeiten. Das Jahresprogramm ist äusserst umfangreich. Angeboten werden beispielsweise Kochkurse, Handarbeits- und Dekorationskurse, aber auch Farb- und Modestilberatung sowie Nothelfer- und Autotheorie-Auffrischungskurse. Besonders beliebt sei in diesem Jahr der Kochkurs bei der Bamix AG in Mettlen gewesen. «Aufgrund der grossen Nachfrage wurde dieser Kochkurs mit dem Bamix-Mixer zweimal durchgeführt», blickt Sonja Brühlmann zurück.

Die Interessen der Mitglieder haben sich stark geändert

Die Vereinsmitglieder hätten die Möglichkeit, aus einem attraktiven Jahresprogramm die Themen individuell nach ihren Bedürfnissen auszuwählen. Die Teilnahme ist fakultativ. Die Kursangebote und die Interessen haben sich seit der Gründung der «Landwirtschaftlichen Frauenkommission» stark verändert. Kurse organisiert habe aber schon die damalige Kommission. So gab es beispielsweise Angebote für Häkeln und Stricken, Bauernmalerei sowie Gartenbau und Obstverarbeitung.

Doch eines ist über all die Jahre gleich geblieben: Dem Verein gehören ausschliesslich Frauen an, welche die ländliche Kultur und die Gemeinschaft pflegen.

«Wir organisieren aber auch Vorträge nicht nur für Frauen. Diese sind für die Öffentlichkeit zugänglich – auch für Männer.»

Dabei würden aktuelle Themen ausgewählt, die auf allgemeines Interesse stossen. Das letzte Fachreferat galt dem Vorsorgeauftrag. Genauso beliebt wie früher sei heute noch die eintägige Vereinsreise. «Sie ist nach wie vor ein wichtiger Termin in unserem Jahresprogramm», erzählt Sonja Brühlmann. Und auch die Besuche von kulturellen Anlässen dürfen nicht fehlen. So gab es kürzlich eine interessante Stadtführung mit den «Zeitfrauen» in Arbon.

Botschafterinnen für die Milch

Zudem werde jedes Jahr eine Betriebsbesichtigung gemacht – meistens mit dem Bezug zur Landwirtschaft. «Im kommenden Herbst dürfen wir die Mosterei Möhl AG in Arbon besuchen», verrät Sonja Brühlmann. Jedes Jahr sind die Bäuerinnen und Landfrauen die Botschafterinnen für die Milch. Sie verteilen am Tag der Pausenmilch, der gesamtschweizerisch stattfindet, in den Schulhäusern Sonnenberg und Sommeri jedem Kind eine Portion Milch. Mit dieser Freiwilligenarbeit möchten die Frauen einen aktiven Beitrag leisten und den Schulkindern ein gesundes Znüni offerieren.

Zum Highlight im Vereinsjahr gehöre der kantonale Landfrauentag, der jeweils im Januar stattfindet. Die Mitglieder des Landfrauenvereins Hefenhofen-Sommeri treffen sich stets in einer Kirche – das nächste Mal in Arbon. Dort gibt es ein spannendes Referat mit musikalischer Umrahmung. Es sei immer ein interessanter Nachmittag in einer Kirche voller Frauen.

Beitrag zu einem stabilen Vereinsleben

Vor neun Jahren organisierte der Verein die Delegiertenversammlung für den Thurgauer Landfrauenverband, an der die Vorstandsmitglieder der rund 55 Thurgauer Sektionen eingeladen waren. Die Strukturen des Landfrauenvereins Hefenhofen-Sommeri haben sich bis zum heutigen Tag bewährt und tragen zu einem stabilen Vereinsleben bei. «Dieses stabile und gesunde Vereinsleben erhoffe ich mir auch für die Zukunft», sagt Sonja Brühlmann.

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