Kommentar

Der Kreuzlinger Schulpräsident René Zweifel ist  weg, die Fragen bleiben

Stillschweigend eine Einigung zu treffen und der Bevölkerung keine weiteren Erklärungen zu liefern, funktioniert auf Dauer nicht. Spätestens bei den Wahlen wird die Behörde das merken, schreibt TZ-Redaktor Urs Brüschweiler in seinem Kommentar.

Urs Brüschweiler
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Urs Brüschweiler (Bild: Ralph Ribi)

Urs Brüschweiler (Bild: Ralph Ribi)

Offenbar wollte oder konnte er nicht mehr für das Amt kämpfen. René Zweifel ist als Kreuzlinger Schulpräsident zurückgetreten. Nach seiner ersten Wahl 2015 und der Bestätigung im Februar 2017 hatte alles noch so gut ausgesehen. Dann kam der Krebs und nachdem er diesen besiegt hatte, wurden jüngst die Rücktrittsforderung von Seiten der Behörden laut. Was sie ihm genau zur Last legen, halten sie unter Verschluss. Und auch die Abgangsmodalitäten auf die sich beide Seiten nun geeinigt haben, bleiben ein Geheimnis.
Bei allem Verständnis für den Persönlichkeitsschutz: Diese Fragen müssen irgendwann beantwortet werden. Und sie werden es auch. Kein Geheimnis kann so gut geschützt werden, dass es nicht früher oder später seinen Weg an die Öffentlichkeit findet. Allerdings besteht dabei die Gefahr, dass sich auf diesem Weg die Wahrheit mit Gerüchten vermischt. Die Spekulationen schossen bereits in den letzten Wochen ins Kraut, es kamen Vorwürfe auf. Das hilft letztlich niemandem. Wenn man sich jetzt ohne eine Aufarbeitung der ganzen Geschichte den Neuwahlen zuwendet, wird das Thema den Wahlkampf und die Zeit danach noch lange überschatten. Ein sauberer Abschluss mit Antworten tut Not.

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Das Volk will mehr wissen

Die Kreuzlinger Schulbehörden möchten nicht länger mit Schulpräsident René Zweifel zusammen arbeiten. Zu den Gründen wollen sie sich nicht weiter äussern.
Martina Eggenberger Lenz