Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Kreuzlinger Klo-Streit eskaliert

Jost Rüegg droht namens der Natur Konkret AG mit einer Klage gegen Ernst Zülle. Er wirft dem Stadtrat Geschäftsschädigung vor.
Urs Brüschweiler
Die Ladeneröffnung findet nach der Verschiebung nun am 12. Oktober statt, allerdings ohne eine Kioskwirtschaft. (Bild: Donato Caspari)

Die Ladeneröffnung findet nach der Verschiebung nun am 12. Oktober statt, allerdings ohne eine Kioskwirtschaft. (Bild: Donato Caspari)

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold. Wie kaum anders zu erwarten war, findet der Streit um den neuen Fleischladen von Guido Leutenegger an der Piazza Cisternino kein schnelles, und vor allem kein stilles Ende. Nach dem Zeitungsbericht von vergangenem Freitag meldet sich Jost Rüegg mit einer ausführlichen, schriftlichen Erwiderung bei der Redaktion.

Rüegg ist zuständig für das Einrichten der Räumlichkeiten und handle im Auftrag der Natur Konkret AG. Die Aussagen von Stadtrat Ernst Zülle stellten die Firma in einem falschen und schlechten Licht dar. Das sei geschäftsschädigend.

«Allfällige weitere juristische Schritte bleiben vorbehalten.»

Jost RüeggProjektleiter bei Natur KonkretGemeinderat Freie Liste(Bild: PD)

Jost Rüegg
Projektleiter bei Natur Konkret
Gemeinderat Freie Liste
(Bild: PD)

In der Folge beschreibt Rüegg den zeitlichen Ablauf, seit die Natur Konkret AG die Räume im Februar noch im Rohbau gemietet hat. «Es fanden keine Umbauarbeiten statt, wie Stadtrat Zülle behauptet», schreibt Jost Rüegg. Um gleichzeitig zu erwähnen, dass Büros eingerichtet, Wände gestrichen, Teppiche gelegt sowie Licht und Steckdosen montiert wurden. Ende April habe man zudem eine Kühlzelle in den südlichen Raum gestellt. Auf Verlangen der Bauverwaltung habe die Natur Konkret AG am 17. Mai ein Baugesuch eingereicht, das ohne Einsprachen über die Bühne gegangen sei.

Zum Streitpunkt der seperaten WC’s für Männer und Frauen stelle man sich nach wie vor auf den Standpunkt, dass ein Universal-WC im Erdgeschoss für eine Kioskwirtschaft ausreiche. «Es gibt kein kantonales Gesetz, das für diese Art von Wirtschaft zwei WCs vorschreibt.» Die Forderung der Baukommission, im Untergeschoss eine zusätzliche Toilette für Herren einzurichten, sei «ökonomisch, ökologisch, wie schikanöser Unsinn.» Weshalb man nun – vorläufig – auf die Kioskwirtschaft verzichte.

Für eine Umnutzung braucht es ein Baugesuch

Ernst ZülleStadtrat Departement BauCVP(Bild: PD)

Ernst Zülle
Stadtrat Departement Bau
CVP
(Bild: PD)

Stadtrat Ernst Zülle betont auf Anfrage, dass er vollumfänglich an seinen Aussagen festhält. Er dürfe zu einem laufenden Verfahren aber keine weiteren Ausführungen machen, stellt aber einige Fakten klar. Es handle sich bei dem Projekt um eine Umnutzung von einem Restaurant zu einem Büro/Ladengeschäft mit einer Kioskwirtschaft. Solche Zweckänderungen bedürfen gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz einer Baubewilligung, selbst wenn gar nichts baulich geändert worden wäre. Vorliegend sei dies aber der Fall gewesen. Die Bewilligung für Büro und Laden sei ja auch erteilt worden. Zülle hält noch einmal fest:

«Bevor ein Baugesuch eingereicht wurde, hatte man mit den Umbauten bereits begonnen.»

Die Kioskwirtschaft entspreche jedoch nicht den «für alle geltenden Anforderungen».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.