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Der Kreuzlinger Kinderkrippenbetrüger wird angeklagt: Staatsanwaltschaft fordert mehr als drei Jahre Haft

Über mehrere Jahre hinweg hatte der Rechnungsführer der Kinderkrippe Felsenburg in Kreuzlingen Gelder veruntreut. Der Treuhänder kommt nun dafür und für einiges mehr vor Gericht. Es geht um eine Schadenssumme von total über einer Million Franken.
Urs Brüschweiler
Die Kinderkrippe Felsenburg an der Gaissbergstrasse. (Bild: Reto Martin)

Die Kinderkrippe Felsenburg an der Gaissbergstrasse. (Bild: Reto Martin)

Lange hat die Untersuchung gedauert. Nun hat die Thurgauer Staatsanwaltschaft am 28. August beim Bezirksgericht Kreuzlingen Anklage erhoben. Irgendwann im Herbst 2016 wurde ruchbar, dass gegen den ehemaligen Rechnungsführer und Vorstandsmitglieds des Vereins Kinderkrippe Kreuzlingen (VKK), einen Treuhänder, eine Strafuntersuchung läuft. Die Staatsanwaltschaft für Wirtschafts-Straffälle und organisierte Kriminalität in Frauenfeld hatte den Verein informiert, dass es möglicherweise in früheren Jahren zu seinem Nachteil zu Unregelmässigkeiten gekommen war. Gemeinsam mit der Stadt und der Primarschule Kreuzlingen (als Subventionsgeber waren sie die eigentlich Geschädigten) wurden die Vorgänge aufgearbeitet. Das Geld, man geht von über einer halben Million Franken aus, wurde zurückbezahlt.

Als Beistand Geld entzogen

Juristisch war die Sache damit aber noch nicht geregelt: Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann nun folgende Vergehen vor:

  • mehrfache qualifizierte Veruntreuung
  • mehrfache ungetreue Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht
  • gewerbsmässiger Betrug
  • mehrfache Urkundenfälschung
  • Anstiftung zur Urkundenfälschung

«Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, zum Nachteil der Kreuzlinger Kinderkrippe, mehrere hunderttausend Franken unerlaubt und für private Zwecke bezogen zu haben», schreibt Generalstaatsanwalt Stefan Haffter auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem werde ihm vorgeworfen als Beistand einer verbeiständeten Person und als Organ einer Gesellschaft mehrere hunderttausend Franken unerlaubt für private Zwecke entzogen zu haben.

«Der Gesamtschaden beläuft sich total auf über eine Million Franken.»

Der Beschuldigte sei geständig und habe den Schaden ersetzt. Die Staatsanwaltschaft werde eine Freiheitsstrafe von über drei Jahren beantragen, wobei der konkrete und ausformulierte Antrag erst an Schranken gestellt werde. Das Bezirksgericht Kreuzlingen werde nun die Anklage prüfen und danach einen Termin für die Gerichtsverhandlung ansetzen, so der Generalstaatsanwalt.

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