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Der Kemmentaler Gemeindepräsident hört überraschend auf

Hiobsbotschaft zum Schluss: Walter Marty schockierte die Gemeindeversammlung mit seinem Rücktritt per Ende Juli. Er hat sich für eine Neuorientierung entschieden.
Judith Schuck
Der Kemmentaler Gemeindepräsident Walter Marty hat letztmals durch die Gemeindeversammlung geführt. (Bild: Judith Schuck)

Der Kemmentaler Gemeindepräsident Walter Marty hat letztmals durch die Gemeindeversammlung geführt. (Bild: Judith Schuck)

«Persönliche Gründe» seien der Beweggrund für seinen Rücktritt, erklärte Walter Marty, seit 19 Jahren Gemeindepräsident des Kemmentals, vor seiner wortlosen Gemeinde. Nach einer zackig durchgeführten Versammlung ohne grossen Diskussionsbedarf staunten die Kemmentaler nicht schlecht, als Marty ihnen mitteilte, dass eine Summe verschiedener Gründe zu seiner Entscheidung geführt hätte.

Das Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau habe seinem Antrag auf Rücktritt zum 31. Juli 2019 stattgegeben. Mit 57 Jahren mache man sich Gedanken über die berufliche Zukunft, sagte er.

Unverständnis und Enttäuschung im Volk

«Schliesslich habe ich mich für eine Neuorientierung entschieden und will im August eine neue berufliche Herausforderung angehen», erklärte der scheidende Präsident. Unter den Gemeindemitgliedern stiess die Nachricht teilweise auf Unverständnis und Enttäuschung, weil sie so überrumpelt wurden. Bis zu den Ersatzwahlen wird Vizepräsident Walter Ludwig interimistisch die Führung übernehmen.

Als Gast sprach Matthias Künzler vom Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau über die Zukunft der Bommer Weiher. Er widerlegte Gerüchte, dass der Kanton plane, aus den unter Naturschutz stehenden Gewässern ein Moor zu machen.

«Die Bommer Weiher sind einmalig im Kanton. Sie haben da ein unglaubliches Juwel vor der Haustüre. Hier soll kein Moor, wie wir es von Bildern aus England oder Island kennen, entstehen»

sprach Künzler beruhigend zur Gemeinde. Vom Bund seien die Weiher als Flachmoor ausgezeichnet worden, wodurch 2016 eine Schutzordnung in Kraft getreten sei.

Problem sei, dass die Nährstoffbelastung durch Landwirtschaft und Abwässer zu hoch sei. Um die Wasserqualität zu verbessern, plant der Kanton eine «biologische Kläranlage», die das vom Dippishauser Kanal zugeführte Wasser filtert und dadurch reinigt. In diesem Zuge solle der Kanal auch gleich renaturiert werden.

«Wenn die Maschinen schon vor Ort sind. Die Gesetzeslage fordert irgendwann ohnehin eine Renaturierung», sagte der Leiter der Abteilung Natur und Landschaft. Die Kosten würden vom Bund hochgradig subventioniert. Regierungsrätin Monika Knill, die im Publikum sass, setzte sich stark dafür ein, diesem Vorhaben zuzustimmen.

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