Der Kanton hält eine Lohnerhöhung in der jetzigen Situation für unangemessen. Arbon sieht es anders

Der Stadtrat schlägt im Budget individuelle Anpassungen beim Zahltag der Angestellten vor. Und die Finanz- und Rechnungsprüfungskommission ist damit einverstanden.

Markus Schoch
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Die Mitarbeiter im Stadthaus dürfen sich freuen: Der Stadtrat schlägt eine individuelle Lohnerhöhung vor.

Die Mitarbeiter im Stadthaus dürfen sich freuen: Der Stadtrat schlägt eine individuelle Lohnerhöhung vor.

Bild: PD

Für Regierungsrat Urs Martin ist aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation klar: «Für Lohnerhöhungen hätte die Bevölkerung kein Verständnis», wie er bei der Präsentation des Budgets des Kantons am letzten Mittwoch sagte . Anders sehen es der Arboner Stadtrat und die örtliche Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGK), die sich unlängst über das Budget der Stadt fürs nächste Jahr gebeugt hat und damit einverstanden ist, dass der Personalaufwand um 1 Prozent für individuelle Lohnanpassungen erhöht wird.

Die Begründung des Stadtrates: Die Mitarbeiter der Stadt Arbon hätten in diesem Jahr unter schwierigen Bedingungen eine grosse Flexibilität und viel Einsatzwillen gezeigt. Zudem hätten die letzten beiden Rechnungen der Stadt positiv abgeschlossen, und auch für 2020 sehe es gut aus. Ob sich das Parlament von dieser Argumentation überzeugen lässt, zeigt sich nächste Woche bei der Beratung des Budgets.

Kritik an Beizenkontrolle durch die Securitas

Die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission ist aber nicht mit allem einverstanden, was der Stadtrat vorhat. So spricht sie sich dagegen aus, 30'000 Franken mehr für die Kontrollgänge der Securitas auszugeben. Die Begründung sei «nicht schlüssig», schreibt die FGK in ihrem Bericht.

Der Stadtrat will den Sicherheitsdienst künftig auch im Winter patrouillieren lassen und die Gastrobetriebe vermehrt kontrollieren. «Hier besteht Handlungsbedarf», sagt der Stadtrat. Die Wirte würden sich oft nicht an die Auflagen halten und beispielsweise länger als erlaubt offen halten. Für die FGK ist der Einbezug der Securitas in diesem Bereich «nicht die optimale Lösung».