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Der Heim-Charakter ist weg: Die Kreuzlinger Schule Bernrain ist saniert worden

Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit ist die Modernisierung der Schule Bernrain fast abgeschlossen. Das historische Gebäudeensemble ist wieder ein Bijou geworden.
Urs Brüschweiler
Schulhaus (links), Turnhalle (hinten) und Internat (rechts) bilden einen attraktiven Pausenhof. (Bild: Reto Martin)

Schulhaus (links), Turnhalle (hinten) und Internat (rechts) bilden einen attraktiven Pausenhof. (Bild: Reto Martin)

Die Schüler werden sich in den modernen Räumen viel wohler fühlen. Davon ist der stellvertretende Leiter der Schule Bernrain, Martin Gasser, überzeugt. «Wir merken das jetzt schon.» Wenn sie mehr Platz haben, gibt es auch weniger Reibungen. Besonders im Internat sei das wichtig. Die Jugendlichen, die hier unter der Woche übernachten, haben nun alle ihren eigenen Privatbereich. Die Gemeinschaftsduschen gehören der Vergangenheit an. Die Architekten legten bei der Sanierung Wert darauf, dass der Heim-Charakter verschwindet.

Altes, denkmalgeschütztes Gebäudeensemble

Nicht nur das Internat an der Bernrainstrasse, das gesamte Häuserensemble der Sonderschule, wurde in den vergangen dreieinhalb Jahren generalüberholt. Das älteste Gebäude stand schon zur Gründungszeit der Schule vor 175 Jahren. Schulhaus, Internat und Turnhalle sind nun wieder eine architektonische Augenweide. Der Kanton wollte 2013 wissen, welcher Renovationsbedarf bestehe, erzählt Schulleiter Thomas Bücheler. Die Studie der Kreuzlinger Architektin Elisabeth Städler ergab, dass eine Gesamtsanierung nötig ist. Ein Architekturwettbewerb (Schulhaus und Turnhalle) und ein Einladungsverfahren (Internat) mündeten in die 2016 begonnene Bauarbeiten. Die ausgewählten Projekte sollten wenig am Erscheinungsbild ändern und so den denkmalgeschützten Bauten Rechnung tragen. Bis auf die Umgebungsarbeiten – im Osten entsteht derzeit noch ein grosszügiger Spiel- und Sportplatz – ist man nun fertig. Am Leistungsangebot der Schule, in welcher Kinder mit auffälligem Verhalten unterrichtet werden, hat sich nichts geändert. 36 Plätze sind vorhanden, 18 im Internat. Dank der Vergrösserung des Turnhallengebäudes kam aber noch ein fünftes Schulzimmer hinzu.

Blick von der Turnhalle auf das Internat. (Bild: Reto Martin)

Blick von der Turnhalle auf das Internat. (Bild: Reto Martin)

Umzug ins Pfadiheim

Organisatorisch war die Bauzeit nicht einfach, berichtet Martin Gasser. Während das Internat modernisiert wurde, mussten die Jugendlichen im Pfadiheim unterkommen und dort auch verpflegt werden. Der Unterricht fand in Containern statt und für den Sport durften die Schüler die Turnhalle Bernegg benutzen. Trotz Problemen beim Bau mit dem Wasserdruck aufgrund der Hanglage ist nun alles in Betrieb. Von den knapp 15  Millionen Franken für die Baukosten übernimmt der Kanton den Grossteil. Der Trägerverein der Schule, der Verein Bernrain-Brunnegg, steuert als Bauherr 2,8 Millionen Franken bei, finanziert vorwiegend durch Landverkäufe.

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