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Der HC Thurgau kann in der Ajoie Geschichte schreiben

21 Jahre ist es her, seit der HC Thurgau letztmals den Playoff-Halbfinal erreicht hat. Nun, am Freitag um 19.45 Uhr, bietet sich dem Swiss-League-Club im alles entscheidenden Spiel gegen den HC Ajoie die nächste Chance. 1998 gegen den EHC Olten war das Überstehen der ersten Runde noch eine Selbstverständlichkeit für den HCT.
Matthias Hafen
Am 24. Februar 1998 besiegte der HC Thurgau (Bruno Vollmer, links) den EHC Olten 6:3 und erreichte zum bislang letzten Mal den Playoff-Halbfinal. (Archivbild: Mario Gaccioli)

Am 24. Februar 1998 besiegte der HC Thurgau (Bruno Vollmer, links) den EHC Olten 6:3 und erreichte zum bislang letzten Mal den Playoff-Halbfinal. (Archivbild: Mario Gaccioli)

In der Saison 1997/98 prangte auf dem Trikot des NLB-Clubs ein grosses Firmenlogo anstelle des Club-Emblems. Und der Topskorer hiess damals schweizweit noch Key-Player. Es waren Zeiten, in denen für die Thurgauer die Playoff-Halbfinals den Normalfall darstellten. Deshalb packte die «Thurgauer Zeitung» am Mittwoch, 25. Februar 1998, am Tag nach dem dritten und entscheidenden Sieg gegen den EHC Olten, nicht die grossen Lettern aus, sondern titelte nüchtern: «HC Thurgau eliminiert Olten».

1997/98 wurde das NLB-Playoff bis und mit Final im Best-of-five-Modus ausgetragen. Der Qualifikationsdritte Thurgau besiegte das sechstplatzierte Olten im ersten Spiel zu Hause 3:2 und kassierte auswärts im Kleinholz ein 1:4. Dann aber machte die Mannschaft von Trainer Ernst Bruderer kurzen Prozess und gewann gegen die Solothurner zweimal 6:3. In den Halbfinals wartete mit dem Qualifikationszweiten EHC Biel ein zu grosser Brocken. Obwohl die Thurgauer in der Regular Season nur vier Punkte weniger geholt hatten als die Seeländer, verlor der HCT die Serie mit 0:3 Siegen. Die einzelnen Begegnungen waren mit 2:4, 4:5 und 0:1 indes umkämpft.

Thurgaus Ghaden Gyalzur hält im dritten Playoff-Viertelfinal gegen Olten dessen Key-Player Albert Malgin vom Tor fern. (Bild: Mario Gaccioli, 21. Februar 1998)

Thurgaus Ghaden Gyalzur hält im dritten Playoff-Viertelfinal gegen Olten dessen Key-Player Albert Malgin vom Tor fern. (Bild: Mario Gaccioli, 21. Februar 1998)

Châtelain, Gyalzur, Weisser und Wohlwend

21 Jahre sind eine lange Zeit. Als der HC Thurgau letztmals die Halbfinals erreichte, war der heutige Stürmer Janik Loosli noch nicht einmal geboren. Und der Amerikaner Cody Wydo freute sich gerade auf seinen siebten Geburtstag. Einer aus dem heutigen Kader des HCT war schon 1998 dabei: Assistenzcoach Benjamin Winkler. Der damals 21-jährige Verteidiger bestritt seine letzte Saison bei den Thurgauern, bevor er seine Karriere in der NLA bei Kloten fortsetzte.

«An Details der Viertelfinalserie gegen Olten kann ich mich nicht erinnern», sagt Winkler. «Aber ich weiss noch, wer meine Mitspieler waren.» Es waren Zeiten des Umbruchs im HCT, nachdem im Sommer 1997 mehrere Publikumslieblinge den Club verlassen hatten – darunter das legendäre Ausländerduo Mike Posma/Dan Daoust, Goalie Peter Martin, Guido Laczko, Robert Wiesmann, René Stüssi und Rolf Schrepfer. Den bis heute letzten Halbfinal-Einzug des HC Thurgau schafften andere. Nebst Verteidiger Winkler auch Christian Schuster, Ralph Ott, Berns heutiger Sportchef Alex Châtelain, oder Ghaden Gyalzur, Roger Keller, heute Trainer des EHC Wetzikon, Bruno Vollmer, Cuno Weisser und Christian Wohlwend, mittlerweile Headcoach des Schweizer U20-Nationalteams und Assistent von Nationaltrainer Patrick Fischer.

André Boehlen (ganz links) und seine Teamkollegen bejubeln einen Treffer im Playoff-Viertelfinal gegen den EHC Olten. (Bild: Mario Gaccioli, 21. Februar 1998)

André Boehlen (ganz links) und seine Teamkollegen bejubeln einen Treffer im Playoff-Viertelfinal gegen den EHC Olten. (Bild: Mario Gaccioli, 21. Februar 1998)

«Güttingersreuti war ein Hexenkessel»

Thurgaus Ausländer hiessen Jason Young, Chris Palmer und Brian Mueller. Mueller ist heute Coach der U16 der Pittsburgh Penguins. An eines kann sich Winkler doch noch erinnern: «Die Eishalle Güttingersreuti war zu jener Zeit ein Hexenkessel.» Heuer sei es in Weinfelden auch wieder laut. «Aber nicht mehr wie damals», sagt Winkler. Vielleicht ändert ja auch das, wenn der HC Thurgau heute Abend in Pruntrut Geschichte schreibt.

Alex Chatelain (Mitte), heute Sportchef des SC Bern, im Zweikampf mit einem Gegenspieler des EHC Olten. (Bild: Mario Gaccioli, 21. Februar 1998)

Alex Chatelain (Mitte), heute Sportchef des SC Bern, im Zweikampf mit einem Gegenspieler des EHC Olten. (Bild: Mario Gaccioli, 21. Februar 1998)

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