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Interview

Die Kreuzlinger Stadträtin Dorena Raggenbass ist eine Frühaufsteherin

Ihr Sackmesser hat die Stadträtin immer dabei, will sich aber in der ewigen Ostschweizer Bratwurstdebatte nicht festlegen. Sie geniesst den Sonnenuntergang am liebsten unter einem Birnbaum.
Interview: Viviane Vogel
Stadträtin für Gesellschaft, Dorena Raggenbass, sitzt im Freibad Hörnli, das in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. (Bild: Donato Caspari)

Stadträtin für Gesellschaft, Dorena Raggenbass, sitzt im Freibad Hörnli, das in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. (Bild: Donato Caspari)

Warum wohnen Sie in Kreuzlingen und nirgendwo anders?

Wo sonst ist ein Leben so gut mit Freizeit, landschaftlicher Lage, Arbeit und Kultur zu verbinden als hier in Kreuzlingen?

Wenn Sie den Thurgau verlassen müssten, wohin würden Sie ziehen?

Nach Basel. Mitten in die Stadt.

Gibt es einen Lieblingsort für Sie im Thurgau?

Den Seerücken. Da im Besonderen ein Plätzchen unter einem Birnbaum oberhalb von Tägerwilen, mitten auf einer Wiese. Es gibt kaum einen schöneren Ort, um den Sonnenuntergang zu geniessen.

Was lieben Sie am Sommer?

Die langen Tage, die milden Nächte, frühmorgens den ersten Kafi im Garten geniessen. Im See schwimmen gehen und mit Freunden bis ewig in die Nacht hinein über Gott und die Welt reden.

Was sollte man im Thurgau im Sommer unbedingt machen?

Zum Beispiel im See baden und sich einmal den Seerhein heruntertreiben lassen. Oder einen sauren Most im kühlen Klostergarten der Kartause Ittingen trinken. Die Liste ist lang.

Was machen Sie, um gesund zu bleiben?

Tägliche Gymnastik und einigermassen regelmässig und gesund essen. Viel Lachen und nie den Humor verlieren, ist auch wichtig.

Haben Sie ein Morgenritual?

Ich wache um 5.30 Uhr auf, mache verschiedene Dehnübungen, dusche und dehne nachher noch etwas weiter. Anschliessend geniesse ich meist eine Tasse Kaffee und ein Birchermüesli im Garten und plane den Tag geistig durch.

Welches ist Ihre liebste Glace-Sorte?

Erdbeer.

Bratwurst mit oder ohne Senf? Warum?

Hängt von der Qualität und Würzung der Bratwurst ab.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Das Sonntags-Poulet mit Reis.

Stadträtin Dorena Raggenbass gefällt es in Kreuzlingen. (Bild: Donato Caspari)

Stadträtin Dorena Raggenbass gefällt es in Kreuzlingen. (Bild: Donato Caspari)

Was haben Sie zuletzt in Konstanz eingekauft?

Das Theaterabo der Saison 2018/2019.

Und was in einem Thurgauer Laden?

Zwei Paar Schuhe beim Schuhhaus Haberer in Kreuzlingen.

Was hören Sie im Auto?

Ich habe seit letzten Februar kein eigenes Auto mehr, sondern benutze das System Car Sharing, da höre ich die CDs des Autobesitzers.

Die beste App auf Ihrem Handy?

Ich verwende keine Apps, ein Handy habe ich nur zu Informationszwecken.

Was ist Ihr gefühltes Alter? Wieso?

Mein «richtiges» Alter, 61. Ich fühle es als Bereicherung und innere Kraft.

Haben Sie ein Lieblingstier, und was bewundern Sie daran?

Ich mag alle Tiere und bewundere deren Vielfalt, Anpassungsfähigkeit und Geduld mit uns Menschen.

Was nehmen Sie immer mit, wenn Sie aus dem Haus gehen?

Meine Tasche, meinen Geldbeutel, einen Pullover und ein Sackmesser.

Worauf freuen Sie sich an einem freien Wochenende?

Spontan Freunde einzuladen, zu kochen oder einfach zu lesen und «rumzugammeln».

Wonach schmeckt Glück?

Nach frischen Croissants, Lindenblütenduft und dem ersten Kaffee am Morgen.

Was liegt auf Ihrem Nachttisch?

Sieben bis acht Bücher und eine Vase mit einer Rose.

Ihr erster Traumberuf war?

Ich wollte Kinderbuchillustratorin werden.

Warum ist daraus dann doch nichts geworden?

Weil es viel bessere Zeichner und Maler als mich gibt.

Mit wem würden Sie gerne einmal eine Flasche Wein trinken?

Mit der Bundesrätin Simonetta Sommaruga.

In welchem Job wären Sie eine Fehlbesetzung?

In der Buchhaltung, weil Zahlen nicht meinem Naturell entsprechen. Ich mag nicht den ganzen Tag mit Zahlen jonglieren.

Was möchten Sie unter allen Umständen in diesem Leben noch machen?

Ich könnte morgen sterben, ohne das Gefühl zu haben, noch etwas machen zu müssen. Gerne würde ich aber noch eine Wanderung von Graubünden in Richtung Tessin machen: Von Andeer quer über die Berge und Täler bis auf die Greina-Hochebene.

Stadträtin Dorena Raggenbass vor einem Schwimmbecken der Badi Hörnli. (Bild: Donato Caspari)

Stadträtin Dorena Raggenbass vor einem Schwimmbecken der Badi Hörnli. (Bild: Donato Caspari)

Wie lautet der Filmtitel Ihres Lebens?

«Neugierige Augenblicke.» Ich bin nämlich grundsätzlich ein neugieriger Mensch.

Wer soll Ihre Rolle spielen?

Die deutsche Schauspielerin Petra Auer. Ich kenne sie zwar nicht persönlich, aber sie scheint mir ein sympathischer Mensch zu sein.

Sie sind kein Vegetarier, weil…

...ich alles gerne esse. Ich kaufe dafür kritisch und aus der Region ein.

Was finden Sie an sich gut?

Ich bin nicht nachtragend und gebe mich und meine Projekte nicht auf.

Was würde Ihre Mutter über Sie sagen?

Sie würde mich wohl als eigensinnig, stur, jähzornig und auch hilfsbereit bezeichnen.

Ruhig einschlafen können Sie, wenn…

...die Steuererklärung fertig ist.

Wenn Geld kein Problem wäre: Welches Auto würden Sie sich kaufen?

Einen Morgan-Sportwagen in Dunkelblau.

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrem Vater?

Unter anderem meine Neigung dazu, mich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und Projekte aufzureissen und durchzuführen.

Welche Eigenschaft haben Sie von Ihrer Mutter?

Zum Beispiel die Fähigkeit, diplomatisch zu sein, und mein gestalterisches Talent – auch hier ist die Liste lang.

Was soll auf Ihrem Grabstein stehen?

Den werde ich nicht haben. Meine Asche soll unter einem Baum in unserem Wald begraben werden.

Zur Person

Dorena Raggenbass ist 1957 in Kreuzlingen geboren. Sie ist ausgebildete Grafik-Designerin. Seit 2007 ist sie im Kreuzlinger Stadtrat und führt das Departement Gesellschaft. Raggenbass ist parteiunabhängig. Vor ihrer Zeit als Stadträtin hat sie sich in vielen kulturellen und sportlichen Projekten engagiert. Unter anderem war sie 25 Jahre im Vorstand des Theaters an der Grenze.

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