Der Ermatinger Gropp beugt sich dem Virus, das Panikorchester will den Panikball aber durchführen

Corona macht der letzten Fasnacht der Welt den Gar aus. Das Panikorchester Ermatingen kämpft noch um den Panikball.

Urs Brüschweiler
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Die Majestät des Tages wird heuer nicht durchs Unterseedorf ziehen.

Die Majestät des Tages wird heuer nicht durchs Unterseedorf ziehen.

(Bild: Reto Martin - 2018) 
«Ich bin sehr traurig, eure grossartigen Auftritte, Bühnenbilder, Tänze, Beizenheldentaten und andere Höhenflüge dieses Jahr nicht an unserer Fasnacht bestaunen zu dürfen.»

Obergropp Rico Thurnheer informierte am Samstag die Freunde der Groppenfasnacht über deren Absage. «Das Groppenkomitee hat an seiner Jahresversammlung einstimmig beschlossen, wegen der Bedrohung durch das Corona-Virus dieses Jahr keinerlei Fasnachtsanlässe durchzuführen. Wir haben das im Bewusstsein gemacht, dass wir von den kantonalen Behörden für die meisten unserer Fasnachtsaktivitäten ohnehin keine Bewilligung erhalten hätten. Ausserdem sind wir der Meinung, dass in der jetzigen bedrohlichen Situation die Gesundheit und das Wohl von uns allen höher zu gewichten sind als unsere unbändige Lust, Fasnacht zu feiern», heisst es weiter.

«Die letzte Fasnacht der Welt», die Groppenfasnacht, hätte vom 18. bis 22. März stattfinden sollen. Der Obergropp ist sich jedoch sicher, dass «wir das Verpasste an unserer Fasnacht 2021 nachholen werden.» Im kommenden Jahr ist nach 2018 wieder ein grosser Umzug geplant.

Keine Panik um den Panikball

Das Ermatinger Panikorchester will derweil noch nicht kampflos auf die Fasnacht verzichten. Wie die Guggenmusik am Wochenende auf ihrem Instagram-Account schreibt, sei bei ihr – trotz ihres Namens – die Corona-Hysterie noch nicht angekommen.

«Wir sind weiterhin an den Vorbereitungen für den Panikball, das Gesuch beim Kanton ist eingereicht.»

Die traditionelle Fasnachtsparty mit Maskenball ist für den 21. März in der Mehrzweckhalle geplant. Auf Anfrage teilt der Verein mit, man warte aktuell noch ab, was die Empfehlungen beziehungsweise Entscheide des Bundesamtes für Gesundheit seien für Veranstaltungen, die nach dem 15. März stattfinden. «Unsere Planung lässt es zu, erst im Laufe dieser Woche zu entscheiden wie wir weiterverfahren.»

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