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Der Erler Hansjörg Schiess erfüllt sich in Graubünden seinen Traum

Hansjörg Schiess hat in den vergangenen drei Jahrzehnten mit seiner Firma vielerorts für ein schönes Interieur gesorgt. Nun hat es ihn in die Berge verschlagen. In Brigels sorgt er sich als Hotelier um seine Gäste.
Mario Testa
Haben gemeinsam einen neuen Lebensabschnitt begonnen: Martina Martoncikova und Hansjörg Schiess in ihrem Hotel im Kanton Graubünden. (Bild: Mario Testa)

Haben gemeinsam einen neuen Lebensabschnitt begonnen: Martina Martoncikova und Hansjörg Schiess in ihrem Hotel im Kanton Graubünden. (Bild: Mario Testa)


Hansjörg Schiess hat im Thurgau in unzähligen Läden, Wohnungen und Restaurants mit seiner Firma Schiess Wohndesign AG für ein gelungenes Interieur gesorgt. Jetzt hat er sich in Brigels, einem Ort in Graubünden, in dem romanisch gesprochen wird und die Häuser auch Namen tragen, seinen Traum erfüllt: Er ist seit letzter Woche Hotelier. «Ich habe mich als 22-Jähriger mit dem Innendekorationsgeschäft selbständig gemacht. Nach 32 Jahren in dieser Branche hatte ich dann das Gefühl, eine Veränderung zu brauchen», erklärt Schiess.

Er übergab sein Geschäft zwei Mitarbeitern und seinem Sohn. Als er sich vor sechs Jahren mit seiner Partnerin Martina Martoncikova in Brigels eine Ferienwohnung kaufte, und von da an fast jedes Wochenende dort weilte, reifte ihn ihm wieder der Wunsch nach einem Hotel. «Ich hielt Ausschau nach Bauland und wollte zuerst eine kleine Pension mit drei oder vier Zimmern errichten. Aber von einer solch kleinen Pension kann man nicht leben», sagt der 61-Jährige. Aufgrund des grossen Stücks Bauland, das er sich sichern konnte, war es ihm möglich, ein grösseres Hotel zu bauen, das «Mischun».

Der Name des Hotels verpflichtet

Vergangene Woche weihten Schiess und Martoncikova das Hotel ein. Es bietet auf drei Etagen 15 Zimmer, Suiten und Appartements. Schiess liess seine Erfahrung und sein Wissen einfliessen. «Ich konnte mich hier verwirklichen. Ein Innendekorationspojekt in diesem Ausmass habe ich für mich noch nie realisiert.» Eine Kombination aus modernen Möbeln, warmen Farben und Holzböden kennzeichnet die geräumigen Zimmer. Dazu kommen hochwertige Möbel. Und in jedem Zimmer grüsst ein anderes Tier von einer grossen Tapete an der Wand. Die Bilder stammen vom Albert Mächler, einem Bündner Wildtierfotografen.

Heimelig soll es für die Gäste sein. Diesem Gedanken folgend, hat Schiess auch den Hotelnamen gewählt. Das romanische Wort «mischun» bedeutet so viel wie «sich ins Nest zurückziehen». Für sein Hotel hat Schiess auf ökologisches Bauen geachtet. «Sei mein Gast» – So lautet der Slogan des «Mischun». Ausser den Zimmern bietet es einen Wellnesbereich mit Dampfbad, Sauna, Fussbädern und Ruheraum. Liegewiesen mit Blick in die Berge umrunden das Hotel. Für die Wintersaison gibt es einen grossen Skiraum mit Schuhtrocknern. Eine Lounge mit Cheminée, die Bar und eine Smokers Lounge runden das Raumangebot im Hotel ab.

Komplimente für den neuen Hotelier

«Wir haben auch eine Küche für das Frühstücksbuffet oder Suppen und kalte Platten abends. Für Abendessen empfehlen wir die fünf Restaurants in nächster Umgebung», führt Schiess aus. Der Frühstücksraum eignet sich auch für Konferenzen oder Tagungen. Martina Martoncikova hat sich auf ihre neue Aufgabe als Gastgeberin im Hotel intensiv vorbereitet. Sie hat einen Receptionistenkurs in Luzern besucht, in Chur das Wirtepatent gemacht und während zwei Sommersaisons in Bergrestaurants im Service gearbeitet. Sie ist Feuer und Flamme für das Hotel. «Es ist elegant, aber locker. Mir ist wichtig, dass wir authentisch bleiben», sagt sie. Mit den drei weiteren Mitarbeitern kümmert sie sich um fast alle Belange des Hotels.

«Hansjörg macht die Administration und geht mir zur Hand, wenn ich Hilfe brauche», sagt sie. Mit dem Hotel hat sich Hansjörg Schiess seinen Traum erfüllt, und so bald wird er nicht mehr ins Flachland zurückkehren. An der Eröffnungsfeier mit über 100 Gästen gratulierte Clau Schlosser, der Gemeindepräsident von Brigels. Zu Hansjörg Schiess sagte er: «Du hast viel Risiko und Geduld auf dich genommen. Nicht jeder hätte diese Strapazen durchgemacht.»

Marcel Friberg, Präsident von Graubünden Tourismus, zog in seiner Ansprache einen Vergleich zum Sport: «Tourismus ist kein Sprint. Tourismus ist vielmehr ein Marathon. Ich beglückwünsche euch zu eurer Geduld und zu eurem Durchhaltewillen.»

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