Der Egnacher Gemeinderat hofft auf mehr Kompetenzen

An einer Informationsveranstaltung vor der Gemeindeversammlung Anfang Dezember teilte der Gemeindepräsident

Trudi Krieg
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Gemeindepräsident Stephan Tobler hofft auf einen baldigen Verkauf der Grundstücke. (Bild: Donato Caspari, 2017)

Gemeindepräsident Stephan Tobler hofft auf einen baldigen Verkauf der Grundstücke. (Bild: Donato Caspari, 2017)

«Es ist ein schönes Grundstück, voll erschlossen und gut gelegen, aber das Gebäude ist in einem schlechten Zustand», sagte Gemeindepräsident Stephan Tobler an einer Vorinformation zur Gemeindeversammlung in Egnach. Gut zwei Dutzend Egnacherinnen und Egnacher folgten der Einladung. An dieser Informationsveranstaltung stand der Verkauf der Liegenschaften an der Bahnhofstrasse 60 respektive Landreute 3 in Neukirch im Zentrum.

Die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 60 nutzte die Gemeinde für Asylsuchende, die neu im Bahnhof Egnach und in einer Wohnung untergebracht sind. Der Gemeinderat wird an der Versammlung den Antrag stellen, ihm die Kompetenz für den Verkauf des Grundstücks für mindestens 1,3 Millionen Franken zu erteilen. Es ist geplant, den Verkauf in einem geheimen Bieterverfahren auszuschreiben. Die Frage, ob Einwohner als Kaufinteressenten grundsätzlich bevorzugt würden, bejahte Tobler.

Was die zweite Liegenschaft angeht, so befand sich darin ein lange erfolgreich geführtes Kinderhaus. Im vergangenen Sommer musste es allerdings geschlossen werden. Auch für dieses Grundstück will sich der Gemeinderat die Kompetenz einholen, es für mindestens 1,5 Millionen Franken zu veräussern. Die Erträge aus den Verkäufen der Liegenschaften sind in erster Linie für zusätzliche Abschreibungen vorgesehen. Aus der Veranstaltung ging der Wunsch hervor, die Gemeinde solle versuchen die beiden Gebäude zu guten Konditionen zu verkaufen: «Wenn sie leer stehen müssen sie auch gewartet und geheizt werden, was Kosten verursacht», sagt Tobler.