Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Bussnanger Gemeinderat will gefährliche Kreuzung entschärfen

Seit vergangener Woche ist überholen auf der Kreuzung zwischen Weingarten und Stehrenberg nicht mehr erlaubt. Den Wunsch nach einem Kreisel erfüllt das Tiefbauamt jedoch nicht. «Ein Überholverbot ist zu wenig», sagt Gemeindepräsident Ruedi Zbinden.
Mario Testa
Bussnangs Gemeindepräsident Ruedi Zbinden bei der kürzlich installierten Überholverbots-Tafel. Im Hintergrund steht die Gedenkstätte für eine Schülerin, die im Oktober an dieser Stelle bei einem Unfall starb. (Bild: Mario Testa)

Bussnangs Gemeindepräsident Ruedi Zbinden bei der kürzlich installierten Überholverbots-Tafel. Im Hintergrund steht die Gedenkstätte für eine Schülerin, die im Oktober an dieser Stelle bei einem Unfall starb. (Bild: Mario Testa)

Die Überholverbots-Tafeln stehen bereits. Sobald es das Wetter zulässt folgt auch noch ein durchgezogener Mittelstreifen auf der Mettlen- und Märwilerstrasse im Bereich der Kreuzung bei Weingarten. Diese Massnahmen hat das Kantonale Tiefbauamt beschlossen.

Die Verkehrsfachleute hatten die Gefahrensituation Ende 2018 untersucht, nachdem im November ein Töfffahrer bei einem Unfall auf der Kreuzung sein Leben verloren hatte.

«Wir wollen mit den getroffenen Massnahmen die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer im Kreuzungsbereich erhöhen»

Kantonsingenieur Andy Heller. (Bild: Manuel Nagel)

Kantonsingenieur Andy Heller. (Bild: Manuel Nagel)

sagt Kantonsingenieur Andy Heller. Nebst dem Überholverbot sollen auch die Randlinien zu einer optischen Verengung führen und damit zu mehr Achtsamkeit der Verkehrsteilnehmern. «Ein Unfallschwerpunkt ist die Kreuzung nicht, das zeigen die langjährigen Statistiken. Deshalb sind weitere Massnahmen wie beispielsweise Tempo 70 oder der Bau eines Kreisels derzeit kein Thema.»

Gemeinderat fordert mehr

Zufrieden mit dem Überholverbot ist der Bussnanger Gemeindepräsident Ruedi Zbinden nicht. «Unser Antrag war klar: Wir wollen einen Kreisel», sagt er. «Aber ich hoffe dennoch, dass auch diese Massnahmen etwas bewirken – auch wenn sie die Gefahrensituation nicht wahnsinnig entschärfen.» Hauptsache sei, dass schlimme Unfälle wie im vergangenen November verhindert werden können.

Nicht einverstanden ist Ruedi Zbinden jedoch mit dem Argument des Tiefbauamts, die Kreuzung sei kein Unfallschwerpunkt. «Klar kann das aus der Statistik so interpretiert werden. Bei den meisten Unfällen hier auf der Kreuzung bleibt es bei Blechschäden. Da vermeiden es die meisten Autofahrer, die Polizei zu verständigen – also findet der Unfall auch kein Einzug in die Statistik.» Aus Berichten der Anwohner wisse er jedoch, dass es immer wieder mal krache auf der Kreuzung.

Wunsch nach Kreisel bleibt bestehen

Das Kantonale Tiefbauamt wird den Wunsch nach einem Kreisel anstelle der Kreuzung nochmals prüfen, wenn nach 2025 ohnehin die planmässige Sanierung der Kantonsstrasse ansteht. Andy Heller betont jedoch, dass ein Kreisel zwar zu einer Temporeduktion führt, aber nicht generell zu weniger Unfällen.

«Die Statistik zeigt klar, dass etwa die Hälfte aller Unfallschwerpunkte im Thurgau Kreisel sind. Gerade für Velofahrer – und auf dieser Kreuzung verkehren viele Schüler mit dem Velo – bergen Kreisel Risiken.»

Für Ruedi Zbinden ist jedoch klar: «Bei tieferem Tempo gibt es weniger tödliche Unfälle. Das allein spricht schon für ein Kreisel.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.