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Der braune Schandfleck

Räbeblatt von TZ-Redaktorin Sabrina Bächi zur Trockenheit in der Region Weinfelden.
Sabrina Bächi
TZ-Redaktorin Sabrina Bächi, Region Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

TZ-Redaktorin Sabrina Bächi, Region Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Die Hitze ist drückend. Alles ächzt unter den hohen Temperaturen. Auf den Strassen ist fast niemand mehr anzutreffen, die Storen sind unten. Und gerade in diesen Tagen sollte man meinen, schweisst einem die Hitze, im wahrsten Sinne des Wortes, zusammen. Doch nein.

Auch bei Hitze und Trockenheit stechen die perfekten Gärten mit ihren immersatten, grünen Rasen hervor. Die Fürsorge deren Besitzer kennt kein Pardon. Da wird der Rasen gesprengt …mit Wasser, selbstverständlich. Dass die Hälfte des Wassers dabei auf der Strasse oder dem Hofplatz landet, scheint ein Merkmal des Wohlstands zu sein.

Natürlich gilt das Wasserentnahmeverbot nur für die Landwirtschaft. Private Gärtner und Gemüsemeister sind davon nicht betroffen. Selbstverständlich darf auch jeder auf sein blühendes Paradies stolz sein. Und doch. Gäbe es da nicht auch die Regentonne? Ich jedenfalls zehre für meine Pflanzen immer noch aus ihr.

Mein Rasen hingegen fristet sein natürliches, mittlerweile braunes, Dasein im Hitzestrahl der glühenden Juli-Sonne. Es käme mir nicht in den Sinn, mit dem Rasensprenger gegen den natürlichen Lauf der Natur anzukämpfen und damit auch noch Trinkwasser zu verschwenden. Also lebe ich mit meinem braunen Schandfleck.

Wer hat eigentlich festgelegt, dass Rasen grün sein muss? Ich mag ihn farbig. Mit weissem Schnee bedeckt im Winter, mit bunten Blumen übersät im Frühling, mit braunen Flecken im Sommer und mit weichem Grün im Herbst.

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