Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Bodensee hat bald die perfekte Wassertemperatur

Ab wann ist das kühle Nass nicht mehr kalt? Bei wie viel Grad kommen Schwimmer am besten vorwärts? Fragen, die sich bei Hitzewellen besonders stellen. Eine Spurensuche am Ufer des aktuell begehrtesten Fluchtorts.
Martina Eggenberger Lenz
Noch zu kalt? Oder bereits langsam zu warm? Die Autorin macht den Zehentest. (Bild: Martina Eggenberger)

Noch zu kalt? Oder bereits langsam zu warm? Die Autorin macht den Zehentest. (Bild: Martina Eggenberger)

Jeden Sommer ereignet sich an den Ufern des Bodensees das gleiche Schauspiel. Die Badenden fachsimpeln auf den Stegen und Schlipfen zwischen Diessenhofen und Bregenz über die Wassertemperatur. Die einen setzen dabei auf den Zehentest, die anderen favorisieren ein zügiges Hineinwaten, wobei sie nie vergessen, ihre Umwelt darüber zu informieren, wie sich das Nass an den Gliedmassen gerade anfühlt.

Gemäss aktuellen Beobachtungen steht die Badesaison bei Phase zwei. Diese ist erreicht, wenn Herr und Frau Seeanwohner beim Eintauchen ein wohliges «Herrlich!» oder «Wunderbar, schön erfrischend!» entfährt. Phase zwei folgt auf Phase eins, die normalerweise später als heuer mit dem Beginn der Sommerferien endet. Für Phase eins typische Kommentare wären «Brrr, ist aber noch kalt», oder

«Wenn man eine Weile drin ist, geht es schon.»

Die Stimmung kippt mit Erreichen des Saison-Zenits. Wenn Bikinis und Badehosen im Ausverkauf erhältlich sind und die Anrainer nicht mehr zwanghaft jeden freien Abend am Wasser verbringen, dann stehen auch die Chancen gut, dass Phase drei eingeläutet wird. «Ist ja keine Abkühlung mehr...», «Hat es schon Entenflöhe?» und «Jetzt stinkt er aber», tönt es dann.

Die Badi am Seerhein ist ein Geheimtipp

Versuchen wir, die weichen Faktoren mit harten Zahlen zu untermauern. Die meisten Schwimmer empfinden eine Wassertemperatur von 26 Grad als ideal. Für olympische Wettkämpfe werden zwischen 25 und 28 Grad in den Becken angepeilt. An Hitzetagen freuen sich die Schwimmnudel-Nutzer, Möchtegern-Crawler und die Anhänger von «Einmal-zum-Floss-und-zurück-ist-Pflicht» auch über zwei, drei Grad weniger.

Das erfrischendste Stück See

Die Werte, die gestern registriert wurden, können somit als perfekt bezeichnet werden: knapp 25 Grad Celsius wurden an mehreren Standorten am Obersee gemessen. Der Untersee kommt gewöhnlich auf ein Grad mehr, der Seerhein zwischen Konstanz und Triboltingen ist unser wassertechnisches Kälteloch. Bis zu vier Grad betrage die Differenz zum Obersee, meinen die eingeschworenen Fans der Tägerwiler Badi. Allerdings ist diese für Nichtschwimmer wegen der Strömung weniger geeignet. Wem auch der Seerhein noch zu warm ist, der sollte einen Ausflug nach Stein am Rhein in Betracht ziehen. Wo das Wasser als Fluss weiter zieht, kühlte es zuletzt auf 20 Grad ab.

Zur Freude der Kassen der hiesigen Freibäder bevorzugen nicht wenige Badelustige das klare himmelblaue Nass in den Becken. Hier kratzt man mittlerweile bereits an den verantwortbaren Temperatur-Höchstwerten. Im Schwimmbad Hörnli Kreuzlingen ist das Wasser stolze 27 Grad warm. Ab 28 Grad wird runtergekühlt. Sonst machen die Keime, was sie wollen.

Die Autorin ist ein waschechtes Seemaitli. Als bekennende Warmduscherin freut sie sich auf Phase drei.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.