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Der Beruf des Schreiners, des Konditors und des Kaufmanns steht hoch im Kurs bei den Sekschülern in der Region Romanshorn

Am Dienstag hatten rund 200 Jugendliche aus Egnach, Salmsach, Romanshorn, Uttwil, Kesswil und Dozwil erstmals direkten Kontakt mit der Arbeitswelt im Rahmen des sogenannten Berufswahlparcours.
Markus Schoch
Schülerinnen lassen sich vor Ort über Lehrberufe informieren. (Bild: PD)

Schülerinnen lassen sich vor Ort über Lehrberufe informieren. (Bild: PD)

Rund 45 Betriebe führten die Jugendlichen durch ihre Firma und stellten ihnen Lehrberufe vor. Auf grosses Interesse stiess der Beruf des Kaufmanns und der Fachfrau Gesundheit, aber auch derjenige des Schreiners, des Konditors und des Laboranten. Umgekehrt wollte niemand wissen, wie der Alltag eines Gipsers, eines Sanitärinstallateurs, eines Bauspenglers, eines Bootsfachwartes oder eines Formenbauers aussieht.

Ebenfalls nicht sehr hoch im Kurs standen der Beruf des Elektronikers und des Informatikers, was für Sekundarschulleiter Markus Villiger eine Überraschung war. Er hätte erwartet, dass mehr Schüler und vor allem auch Mädchen die Gelegenheit ergreifen würden, sich darüber zu informieren. Seine Erklärung: «Offenbar stehen die beiden Berufe in grosser Konkurrenz zur Kantonsschule.»

Auf Tuchfühlung mit grossen Maschinen. (Bild: PD)

Auf Tuchfühlung mit grossen Maschinen. (Bild: PD)

Lehrbetriebe stehen im Schaufenster

Unter einem gewissen Konkurrenzdruck stehen aber fast alle Branchen, da es mehr Lehrstellen als Schüler gibt, die sie besetzen könnten. Umso wichtiger sei es für die Betriebe, sich an diesem Tag in einem möglichst guten Licht zu präsentieren, sagte Reto Segmüller vom Gewerbeverein. Einen gewissen Aufwand zu betreiben, lohne sich, weiss der Inhaber eines Elektro-Installationsgeschäftes.

«Es geht auch um Image-Pflege.»

Bei ihm habe gerade kürzlich ein Jugendlicher einen Lehrvertrag unterschrieben, mit dem er im Rahmen des Berufswahlparcours erstmals in Kontakt gekommen war.

Eine Frage der Glaubwürdigkeit

Für Andreas Steinke, den Geschäftsführer des Hauses Holzenstein, ist es auch eine Frage der Glaubwürdigkeit, hier mitzumachen.

«Wir können nicht nur immer darüber klagen, dass uns der Nachwuchs fehlt, und dann nichts dagegen unternehmen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet.»

Das Alters- und Pflegeheim mit insgesamt rund 80 Angestellten bietet derzeit acht Ausbildungsplätze: im technischen Dienst, im Hausdienst/Lingerie, der Küche und der Pflege und Betreuung. Es gebe viele gute Gründe, bei ihm im Heim eine Lehre zu machen, warb Steinke. «Es sind Jobs mit Zukunft, man hat mit spannenden Menschen zu tun, die Karrierechancen sind toll und das Gehalt ist attraktiv.»

Mit Stift und Papier an der Arbeit. (Bild: PD)

Mit Stift und Papier an der Arbeit. (Bild: PD)

Schulleiter Villiger ermunterte die Lehrmeister, die Jugendlichen nicht nur nach den schulischen Leistungen zu beurteilen, sondern sie als Persönlichkeit mit Stärken und Schwächen wahrzunehmen. Andernfalls werde man ihnen nicht gerecht.

Den Berufswahlparcours hatte die Sekundarschule Romanshorn-Salmsach zusammen mit dem örtlichen Gewerbeverein und der Arbeitgebervereinigung organisierte. Rund 200 Zweitsekler aus Egnach, Salmsach, Romanshorn, Uttwil, Kesswil und Dozwil nahmen daran teil.

Diskussionen am Arbeitsplatz. (Bild: PD)

Diskussionen am Arbeitsplatz. (Bild: PD)

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