Der Berger Gemeindeschreiber feiert ein rundes Dienstjubiläum

Hubert Bürge ist seit 25 Jahren Gemeindeschreiber in Berg. Über die Jahre wurde er vom Generalist zum Spezialist.

Mario Testa
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Hubert Bürge ist seit 25 Jahren Gemeindeschreiber von Berg.

Hubert Bürge ist seit 25 Jahren Gemeindeschreiber von Berg.

(Bild: PD)

«Berg war eine wunderschöne Gemeinde, deshalb hatte ich mich für die Stelle beworben», sagt Hubert Bürge. «Und auch heute noch, 25 Jahre später, finde ich Berg wunderschön», ergänzt der Gemeindeschreiber. Kennen gelernt hatte Bürge die Gemeinde damals Sachbearbeiter beim Grundbuchamt von Sirnach, wenn er jeweils Ausflüge an den Bodensee gemacht hat und durchgefahren ist. «Ich fand es hier immer anmächelig. Und als dann 1995 die Gemeindereorganisation im Thurgau durchgeführt wurde, suchte Berg einen Gemeindeschreiber, also hab ich mich beworben.»

Bürges Arbeit als Gemeindeschreiber hat sich in der langen Zeit seiner Anstellung in Berg gewandelt, wie der 58-Jährige sagt.

«Was ich heute tue ist nicht mehr das Selbe, was es zu Beginn war. Am Anfang war ich Generalist, heute bin ich eher Spezialist.»

«Während ich anfänglich im kleinen Kreis der drei, vier Ämter vieles machte, ja sogar als Stellvertreter des Zivilstandsbeamten Trauungen durchführte, bin ich heute vorwiegend im Bereich Bau tätig.»

In Berg enden die Wanderjahre

Hubert Bürge mag Abwechslung. Nicht zuletzt weil sich seine Arbeit stark gewandelt hat in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten, fühlt er sich immer noch sehr wohl bei seiner Arbeit im Berger Gemeindehaus. «Ohne diesen Wandel hätte ich diese Arbeit wohl nicht so lange gemacht. Aber so gefällt’s mir immer noch», sagt er.

Bürge erinnert sich auch noch gut an den Eintrag von Max Buri im Gemeindeblatt, als der damalige Gemeindeammann die Bevölkerung über die Einstellung des neuen Gemeindeschreibers per 1. April 1995 informierte. «Er hat damals geschrieben, meine Wanderjahre seien nun vorbei. Damals hätte ich das nicht unterschrieben, hatte eher nur eine Amtsdauer im Visier. Aber im Nachhinein gesehen, hatte er recht», sagt der Familienmann und zweifache Vater lachend. «Ob ich als Gemeindeschreiber pensioniert werde oder noch etwas anderes in Angriff nehme, ist offen. Ich will es nicht ausschliessen», sagt Bürge.

Nah beim Volk

Für ihn sei einfach von Anfang an klar gewesen, dass er auch da wohnt, wo er arbeitet. «Ich mag den nahen Bezug zu den Leuten, die Gespräche auf der Strasse. Dann kann ich in meiner Aufgabe aufgehen.» In den vergangenen 25 Jahren hat Hubert Bürge drei Gemeindepräsidenten erlebt und 18 Gemeinderäte.

«Man lernt so viele Menschen kennen. Die einen intensiver, andere weniger.»

Dazu hat er viele Lernende begleitet. «Die Arbeit mit den Lernenden ist sehr erfüllend, ich habe sie aber unterdessen abgegeben, weil mich das Bauamt sehr stark in Beschlag nimmt.»

Was ihn des weiteren Beschäftigt ist derzeit der Aufbau einer neuen Website für die Gemeinde, die Vorarbeiten für die Ziegelei-Überbauung und natürlich die Vorbereitungen der Gemeinderatssitzungen. «Ich versuche da jeweils, einen Rahmen zu geben, damit die Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat klar ist. Ich will eine Stütze für den Gemeinderat sein», sagt Hubert Bürge.

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