Der Bahnhof Sulgen soll sicherer, sauberer und moderner werden

Die SBB investiert mehrere Millionen Franken in die Aufwertung des Bahnhofs. Gemeindepräsident Andreas Opprecht hofft auf ein besseres Erscheinungsbild.

Georg Stelzner
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Bahnhof Sulgen: Auf Gleis 1 ist ein Zug eingefahren.

Bahnhof Sulgen: Auf Gleis 1 ist ein Zug eingefahren.

Bild: Donato Casparin

1200 Personen steigen auf dem Bahnhof Sulgen im Durchschnitt täglich ein und aus. An Werktagen sind es sogar noch 200 Fahrgäste mehr. Das SBB-Areal ist aber auch – insbesondere am Wochenende – ein beliebter Treffpunkt.

Die meist jungen Besucher des Bahnhofs hinterlassen Spuren, und zwar im wortwörtlichen Sinn. Regelmässig sind Beschädigungen, Verunreinigungen und Lärmemissionen zu beklagen. Nicht nur zum Leidwesen der SBB. Auch die Gemeinde Sulgen ist alles andere erbaut über die heutigen Zustände.

Gemeinde ist mit SBB in Kontakt

«In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist der Bahnhof die Visitenkarte der Gemeinde», stellt Gemeindepräsident Andreas Opprecht fest. Der Gemeinderat Sulgen stehe in engem Kontakt mit der SBB und versuche, auf Verbesserungen hinzuwirken. Diese werden von den Bundesbahnen nun in Aussicht gestellt.

«Wir wollen den Bahnhof Sulgen in den nächsten drei Jahren aufwerten und kundenfreundlicher gestalten», versichert Martin Meier von der Medienstelle der SBB. Nach der Errichtung des Bahndienstzentrums werde ein Grossteil des Areals für unbefugte Personen nicht mehr zugänglich sein.

Fernhalten ungebetener Besucher

Durch die Inbetriebnahme wird es laut Meier zu einer Verlegung von 24 Arbeitsplätzen nach Sulgen kommen. «Damit wird sich die Präsenz auf dem Areal deutlich erhöhen», sagt der Mediensprecher.

Andreas Opprecht, Gemeindepräsident von Sulgen: «Der Bahnhof ist auch eine Visitenkarte der Gemeinde.»

Das Kalkül: Die Anwesenheit von Personal soll ungebetene Besucher abschrecken. Bereits jetzt beteiligt sich die SBB mit einem finanziellen Beitrag an einer Sicherheitspatrouille von Securitas, die im Auftrag der Gemeinde auch den Bahnhof kontrolliert.

Höhere und besser ausgeleuchtete Perrons

Infrastrukturell soll der Bahnhof Sulgen ebenfalls auf ein zeitgemässes Level gehoben werden. Zum Teil ist die SBB von Gesetzes wegen dazu verpflichtet. So verlangt das Behindertengleichstellungsgesetz bis Ende 2023 unter anderem barrierefreie Zugänge zu den Bahnsteigen.

Das bedeutet, dass die Perrons in Sulgen über eine Länge von 120 m (Gleis 1) beziehungsweise 320 m (Gleis 2 und 3) auf 55 cm über Schienenoberkante zu erhöhen sind. Vorgesehen ist auch eine bessere Ausleuchtung der Perronanlagen.

Sanierung des Bahnhofgebäudes

Mit einem Kostenaufwand von rund 1,2 Millionen Franken werden das Bahnhofgebäude und der Güterschuppen saniert. Geplant sind die Auffrischung der Fassade sowie - als energetische Massnahme - der Ersatz sämtlicher Fenster des Bahnhofgebäudes, in dem heute eine Mietwohnung (Obergeschoss) sowie Büros der SBB (Parterre) untergebracht sind.

«Der Bahnhof wird dadurch freundlicher und aufgeräumter wirken», heisst von Seiten der SBB. Die Errichtung des Bahndienstzentrums wird rund 5 Millionen Franken kosten.

Andreas Opprecht nimmt diese Ankündigungen erfreut zur Kenntnis: «Der Bahnhof wird in Zukunft hoffentlich ein besseres Erscheinungsbild abgeben.» Vor allem mit dem Bahndienstzentrum verbindet der Gemeindepräsident grosse Hoffnungen: «Es wird den Standort Sulgen aufwerten.»