Der Arboner Stadtratskandidat Luzi Schmid: «Ich bin für jedes Ressort offen.»

Nach acht Jahren als CVP-Stadtparlamentarier möchte Luzi Schmid in den Stadtrat. Für ihn sind solide Finanzen und eine «nachfragegerechte» Alterspolitik wichtige Anliegen.

David Grob
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Der Stadtratskandidat Luzi Schmid in der Arboner Altstadt. (Bild: Donato Caspari)

Der Stadtratskandidat Luzi Schmid in der Arboner Altstadt. (Bild: Donato Caspari)

Luzi Schmid, Sie wollten bereits vor 13 Jahren in den Stadtrat, nun stehen Sie kurz vor der Pension. Was ist Ihre Motivation, jetzt erneut für den Stadtrat zu kandidieren?

Es hat mich sehr gefreut, dass mich die CVP klar und deutlich nominiert hat. Ich bin jetzt bald acht Jahre im Stadtparlament, vor einem Jahr als Präsident, und habe mich nie gescheut, gerade in Finanz- und Kommunikationsfragen mit dem Stadtrat sehr kritisch und oppositionell umzugehen, was auch dringend nötig war.

Ich bin fit und motiviert, die vielen in mich gesetzten Erwartungen zu erfüllen, die Verantwortung zu übernehmen.

Was sind die zwei grössten Herausforderungen Arbons, die Sie im Stadtrat anpacken möchten?

Allgemein, aber vordringlich müssen mit einer Mehrjahres-Planung und professionellem Controlling die Finanzen aus dem roten Bereich herausgeführt, ein solides Eigenkapital-Polster auf- und die hohe Verschuldung abgebaut werden. Insbesondere, aus meiner persönlichen Sicht müssen vermehrt und nachfragegerecht mehr niederschwellige Angebote zur temporären Entlastung und persönlichen Beratung der Betroffenen von an Demenz erkrankten Angehörigen vor Ort angeboten und ganz generell die Alters- und Gesundheitspolitik den veränderten Verhältnissen angepasst werden.

Zum Kandidaten

Luzi Schmid weist als Kantonsrat, Stadtparlamentarier und Vorstandsmitglied der CVP Arbon langjährige Politerfahrung auf. Der 63-jährige Notar ist geschieden und hat zwei Töchter und einen Sohn. In seiner Freizeit interessiert sich Schmid für Fussball, Blasmusik und geht gerne wandern.

Welches Ressort streben Sie an und warum?

Zuerst sind die Wahlen abzuwarten. Dann sind die Ressorts nach Stärken und Können unter den Stadträten aufzuteilen.

Ich bin für jedes Ressort offen.

Wo sehen Sie Handlungsbedarf im Stadtrat?

Der Umgang mit den Arbonerinnen und Arbonern und der Kontakt zur privaten Wirtschaft sind spürbar zu verbessern. Der Kundendienst im Stadthaus muss in einigen Bereichen engagierter und freundlicher werden. Die Raumplanung und Stadtentwicklung ist effektiver zu gestalten, um endlich aus den ständigen Negativschlagzeilen herauszukommen.

Neben Politik und Beruf: Was macht Luzi Schmid in seiner Freizeit?

Mit Kollegen einen Jass klopfen, ein Spiel des FC oder HC Arbon anschauen – meine beiden Töchter spielen beim HC –, ein Konzert der Stadtmusik oder der Arboner Chöre besuchen und Zeitschriften und Bücher lesen.

Keine neuen Kandidaten

Die Überraschung bleibt aus. Am Montagabend ist die Frist zur Meldung weiterer Kandidaten fürs Stadtpräsidium ungenutzt verstrichen. Damit bleibt Dominik Diezi der einzige Bewerber. Auch zu den bisherigen Kandidaten für den Stadtrat kommen keine weiteren Namen hinzu. Um die vier Sitze in der Arboner Exekutive kämpfen weiterhin sechs Kandidaten. Nebst den bisherigen Stadträten Peter Gubser (SP) und Konrad Brühwiler (SVP) sind dies Didi Feuerle (Grüne), Michael Hohermuth (FDP), Jörg Zimmermann (XMV) und Luzi Schmid (CVP). (dar)