Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Der Arboner Stadtrat wollte Dominik Diezi mit Blick auf das Lohnniveau in anderen Städten das Gehalt erhöhen. Doch der Vergleich hinkt

Die Behörde stützt sich auf alte Zahlen. Die neuen Stadtpräsidenten von Amriswil und Romanshorn verdienen weniger als ihre Vorgänger.
Markus Schoch
Dominik Diezi wird voraussichtlich mehr verdienen als seine Kollegen in Amriswil und Romanshorn. (Bild: Donato Caspari)

Dominik Diezi wird voraussichtlich mehr verdienen als seine Kollegen in Amriswil und Romanshorn. (Bild: Donato Caspari)

Dominik Diezi sollte rund 7'000 Franken mehr erhalten als sein Vorgänger Andreas Balg. Der Stadtrat schlug dem Parlament vor, Diezi einen Grundlohn von 196'638 Franken zu zahlen, plus 12'000 Franken Repräsentationsspesen und 4'200 Franken Fahrtenschädigung – summa summarum 212'838 Franken pro Jahr. Das ist viel Geld, aber weniger, als Martin Klöti seinerzeit in Arbon verdiente (221'815 Franken).

Für den Stadtrat war es unter anderem eine Frage der Verhältnismässigkeit, beim Lohn des Arboner Stadtpräsidenten nachzubessern. Denn zuletzt hätten alle anderen Stadtpräsidenten im Thurgau mehr bekommen, schreibt er in der Botschaft. Das mag zwar richtig sein für das Jahr 2017, dass die Behörde als Bezugsgrösse heranzieht. Nimmt man die aktuellen Zahlen, sieht es allerdings anders aus.

Gabriel Macedo verdient rund 200'000 Franken

Gabriel Macedo. (Bild: PD)

Gabriel Macedo. (Bild: PD)

Nicht nur die Arboner haben dieses Jahr einen neuen Stadtpräsidenten gewählt, sondern auch die Amriswiler und Romanshorner. Sowohl Gabriel Macedo als auch Roger Martin verdienen weniger als ihre Vorgänger – und weniger als Diezi.

Der Lohn von Macedo beträgt 175'000 Franken. Er erhält ebenfalls 12'000 Franken für repräsentative Aufgaben und 3'000 Franken Fahrspesen pauschal. Mandatsentschädigungen kann er zur Hälfte behalten; Diezi muss sie mit Ausnahme des Sitzungsgeldes für den Grossen Rat und der Synode der katholischen Landeskirche vollständig der Stadt abliefern. Macedo geht davon aus, dass dieser Betrag in seinem Fall etwa 10'000 Franken ausmacht, sodass er unter dem Strich rund 200'000 Franken hätte. «Wichtig war mir, dass mein Lohn gut ins gesamte Lohngefüge der Stadt passt», sagt Macedo.

Roger Martin verdient gleich viel wie sein Amriswiler Kollege

Roger Martin. (Bild: Andrea Stalder)

Roger Martin. (Bild: Andrea Stalder)

Auf etwa den gleichen Lohn kommt Martin, wie die Stadt Romanshorn auf Anfrage mitteilt. «Die Besoldung des Stadtpräsidenten beträgt 185'000 Franken – plus Spesen. Sämtliche Sitzungsgelder sind inkludiert.» Die Spesenentschädigung bewege sich im Rahmen von Arbon und Amriswil, heisst es auf Nachfrage.

David H. Bon, den Martin aus dem Amt gedrängt hatte, verdiente 193'000 Franken – 3'000 Franken weniger als sein Vorgänger. «Auf meinen eigenen Antrag wurde der Lohn 2014 auf das jetzige Niveau eingefroren und nicht mehr angepasst», sagte Bon im Wahlkampf. Ausserdem verzichte er seit Amtsbeginn auf die ihm zustehenden Sitzungsgelder. «Über die letzten acht Jahre sprechen wir von geschätzt rund 100'000 Franken.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.