Der Arboner Stadtrat Konrad Brühwiler möchte weiter machen: «Die Arbeit ist noch nicht abgeschlossen.»

Der SVP-Politiker gehört seit bald acht Jahren der Behörde an. Er ist nach wie vor motiviert bei der Arbeit und möchte bei einer erneuten Wahl im Februar die Finanzen in Ordnung bringen.

Tanja von Arx
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Stadtrat Konrad Brühwiler fühlt sich fit und leistungsfähig. (Bild: Donato Caspari)

Stadtrat Konrad Brühwiler fühlt sich fit und leistungsfähig. (Bild: Donato Caspari)

Konrad Brühwiler, wieso kandidieren Sie ein weiteres Mal für das Amt als Stadtrat?

Als Wiederkandidierender möchte ich im Stadtrat für Kontinuität sorgen. Ich bin fit, leistungsfähig und nach wie vor sehr motiviert. Zudem ist meine Arbeit im Stadtrat noch nicht abgeschlossen.

Welches sind die grössten Herausforderungen für die Stadt? Wie würden Sie diese angehen?

In naher Zukunft gilt es, die Finanzen in Ordnung zu bringen, das heisst, einen Schuldenabbau ohne Steuererhöhung vorzunehmen. Die Altstadt und der Seebereich sollten durch überlegte Projekte Wertsteigerungen für Umwelt, Bewohnerinnen und Bewohner und Besucher erfahren. Immer wieder ein Thema ist die Kommunikation. Da gilt es, die richtigen Feineinstellungen vorzunehmen.

Wie schätzen Sie Ihre Wahlchancen ein? Denken Sie, der Knatsch in der örtlichen SVP könnte sich negativ auswirken?

Ich konnte in den vergangenen Jahren in meinem Ressort verschiedene Ziele und Aufgaben erfolgreich umsetzen, ich denke dabei an den Friedhof, die Parkierung, das Feuerschutzreglement und anderes mehr. Ich habe also sicher sehr vieles richtig gemacht. In meiner Partei fühle ich mich nach wie vor sehr wohl und spüre grossmehrheitlich eine breite Unterstützung.

Sie betreuen momentan das Ressort Einwohner und Sicherheit. Möchten Sie dieses beibehalten?

Die vergangenen siebeneinhalb Jahre in diesem Ressort waren sehr prägend, und ich durfte einem sehr gut funktionierenden Team vorstehen. Eigentlich kein Grund zu wechseln. Trotz allem gilt es, die Wahlen abzuwarten, um bei der Ressortverteilung die besten Optionen für die Bevölkerung der Stadt Arbon im Auge zu behalten.

Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

An erster Stelle kommt meine Familie und mein Zuhause. Ich geniesse die Zeit beim Kochen, im Garten, beim Lesen etc. Liebend gerne würde ich wieder mehr Sport treiben, also beispielsweise Joggen, Biken, Fussballspielen oder im Winter Skifahren. Leider fehlte mir dazu in der jüngsten Vergangenheit ein bisschen die Zeit.

Zur Person

Konrad Brühwiler ist 60 Jahre alt, verheiratet und hat drei erwachsene Töchter. Er wohnt seit 1991 in Frasnacht und arbeitet als selbständiger Fahrlehrer. Zuvor leitete er unter anderem die Poststelle in Salmsach. Politisch ist Brühwiler seit langem aktiv. Von 2003 bis 2011 sass er für die SVP im Stadtparlament, danach wechselte er in den Stadtrat. Seit 2008 ist er Mitglied des Grossen Rates und präsidiert seit 2016 die SVP des Bezirks Arbon. In der SVP Arbon bekleidet er seit 2007 das Amt des Vizepräsidenten.

SVP bleibt im Arboner Stadtrat vertreten

ARBON. Im zweiten Wahlgang der Arboner Stadtratswahl ist Konrad Brühwiler (SVP) überraschend wiedergewählt worden. Reto Stäheli muss hingegen den zweiten CVP-Sitz abgeben.

SVP: Mit Brühwiler in den Stadtrat

ARBON. Die SVP ist bereit für einen Sitz im Stadtrat: Sie will Verantwortung übernehmen und 2011 mit Konrad Brühwiler antreten. Dieser macht keinen Hehl daraus, dass er gerne mit SP-Mann Köbi Auer ein Gegengewicht zum Stadtammann bilden wolle.
Max Eichenberger