Der Arboner Stadtpräsident sagt: «Wir wollen das Infocenter im Städtli behalten»

Die Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und Arbon Tourismus läuft Ende Jahr aus. In den Verhandlungen über einen neuen Vertrag stehen die beiden vor einem Durchbruch.

Tanja von Arx
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Eingang zum Infocenter in Arbon. (Bild: Max Eichenberger)

Eingang zum Infocenter in Arbon. (Bild: Max Eichenberger)

Langsam aber sicher gilt es ernst. Die Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und Arbon Tourismus betreffend das Infocenter in der Altstadt läuft Ende Jahr aus. Es geht um jenen Vertrag, der für viel Wirbel sorgte: Kaspar Hug, Präsident des Trägervereins, kommunizierte seinerzeit das absehbare Aus der touristischen Anlaufstelle. Gemäss seiner Darstellung sollten nämlich die jährlichen, städtischen Beiträge von 75'000 auf 25'000 Franken gekürzt werden, die fraglichen 50'000 Franken flössen nach Romanshorn an Thurgau Tourismus.

Der Vereinsvorstand weigerte sich, eine neue Vereinbarung zu unterzeichnen. Im Zuge des öffentlichen Eclats zwischen dem alten Stadtrat und dem Trägerverein stiegen auch die anderen Leistungsnehmer aus, namentlich die Gemeinden Steinach, Egnach und Roggwil (unsere Zeitung berichtete).

«Wir sind auf der Zielgeraden»

Dominik Diezi, der neue Stadtpräsident von Arbon, sagt auf Nachfrage: «Wir stehen in intensiven Verhandlungen mit Arbon Tourismus, auch Thurgau Tourismus ist involviert.» Man hoffe, dass man sich nächstens einigen könne. «Ich würde sagen, wir sind auf der Zielgeraden.» Weiterführend sagt Diezi, Ziel sei es konkret, das Infocenter im Städtli zu behalten. «Es geht um die Frage: Wie machen wir das?» Natürlich drehe es sich letztlich auch um Geld, und die Herausforderung sei, eine Lösung zu finden, die für alle passe.

«Wir stehen aber diesbezüglich kurz vor dem Durchbruch.»

Diezi betont: «Es ist kein Gegeneinander, sondern im Zentrum steht eine gute Aufgabenteilung. Keiner will den anderen ausstechen, wichtig ist ein gutes Zusammenspiel.» Die Beiträge in Höhe von 50'000 Franken würden indes im Rahmen eines Pilotprojektes verwendet. «Sie betreffen die regionale Zusammenarbeit über Thurgau Tourismus dieses und nächstes Jahr, die zuerst noch ausgewertet werden muss.»

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