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Der Amriswiler Valentino dal Passo wurde Zweiter der Schweizer Meisterschaft im Bodybuilding

Der Körperkult bestimmt sein Leben, Perfektion treibt ihn an auf seinem Weg. Dal Passos Ziel ist es, Profi im Bodybuilding zu werden
David Grob
Wie eine antike Statue: Valentino dal Passo übt eine Pose. (Bild: Reto Martin)

Wie eine antike Statue: Valentino dal Passo übt eine Pose. (Bild: Reto Martin)

Sein Körper ist das Material, das er zur griechischen Statue meisselt. Eiserne Disziplin sein Werkzeug. Ästhetisch stilisierte Männlichkeit das Ziel. Und der zweite Platz an der Schweizermeisterschaft im Bodybuilding Ende Oktober sein Lohn.

Während rund einem Jahr hat der Amriswiler Valentino dal Passo für den Wettkampf trainiert. Die Perfektionierung seines Körpers dominiert den Alltag. Der Körperkult bestimmt sämtliche Aspekte seines Lebens. Ein normaler Tagesablauf besteht aus zwei Trainings, Arbeit und Ernährung. Und dies fünf bis sechs Mal die Woche.

Ein Leben für das Ziel

Rund zwei Monate vor dem Wettkampf beginnt dal Passo seinen Tag jeweils mit einem halbstündigen Ausdauerprogramm im kalten Neonlicht eines Egnacher Fitnesscenters. Er möchte sein Körperfett loswerden, das sich in der Aufbauphase mit der eiweissreichen Ernährung ansammelte. Es folgt das Vorbereiten seiner Mahlzeiten. Fünfmal täglich führt dal Passo seinem Körper das nötige Eiweiss als Muskelbaustoff zu. Fisch, Brokkoli, Reiswaffeln, Spargeln, ergänzt durch Multivitaminpräparate, Fischölkapseln, Aminosäurepulver.

Abends nach der Arbeit folgt eine Krafteinheit als weiteres Training. Ausserdem übt er die Posen für den Wettkampf, anhand derer die Jury die Athleten bewertet. «Es geht darum, die Pose einige Sekunden halten zu können. Ohne regelmässiges Üben beginnt man schnell zu zittern», sagt er.

In der Tat, beim Schiessen der Fotos für diesen Artikel zittern die Muskeln und der Schweiss läuft, als dal Passo verschiede Posen einnimmt. Auch posieren ist anstrengend.

Auch posieren muss geübt werden. (Bild: Reto Martin)

Auch posieren muss geübt werden. (Bild: Reto Martin)

Die Form muss stimmen

Über Sieg und Niederlage entscheiden Details. Die Form muss am Wettkampftag stimmen – buchstäblich: die Form des Körpers. Zu diesem Zweck trinkt dal Passo fünf bis sechs Tage vor dem Wettkampf möglichst viel Wasser, sieben bis neun Liter täglich, um schliesslich wieder möglichst viel Flüssigkeit auszuscheiden.

An den letzten Tagen vor dem Wettkampf ist das Gegenteil angesagt: Er trinkt möglichst wenig, am Wettkampftag gar nichts. Das Ziel: Das Gewebe soll entwässert werden, damit die Muskelfasern und Venen hervortreten. Modulation des Körpers bis ins Detail. «In diesen letzten Tagen kann man alles verpatzen», sagt dal Passo.

Die falschen oder zu viele Kohlenhydrate können wieder zu viel Wasser ins Gewebe treiben. «Es ist eine Hexerei», meint dal Passo – die ihm offensichtlich gelang. Die Verwandlung in eine griechische Statue ist perfekt. Die Muskelfasern und Venen stehen hervor, der bronzen eingeriebene Körper glänzt.

Doch was ist dal Passos Motivation, sein Leben dem Bodybuilding zu widmen? Mit 17, damals noch Schüler der Unihockeyschule in Erlen, begann er mit leichtem Krafttraining. Die Leidenschaft kam aber erst etwas später, als dal Passo merkte, wie sich sein Körper verändert.

«Ich kam in einen Wahn. Es gibt keine Grenzen.»

Schliesslich kam der Wunsch hinzu, auf der Bühne aufzutreten. Und dann, Profi zu werden. «Dies ist in der Schweiz allerdings sehr schwierig. Bodybuilding ist zu unpopulär», meint dal Passo. Er möchte deshalb zunehmend auch an Wettkämpfen im Ausland teilnehmen. Die Leidenschaft treibt ihn an auf seinem steinigem Weg, Bodybuilding-Profi zu werden. Der zweite Platz an der Schweizer Meisterschaft ist ein weiterer Schritt.

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