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Der Altnauer Diakon verabschiedet sich: Matthias Loretan geht in Pension

Noch bis Ende Juli leitet Diakon Matthias Loretan den Pastoralraum Region Altnau. Dann geht der 65-Jährige in Pension und versucht, ein halbes Jahr nichts zu tun, ehe er eine neue Aufgabe sucht.
Nicole D'Orazio
Matthias Loretan hat angefangen, im Estrich des Pfarrhauses in Güttingen seine Sachen aufzuräumen und auszumisten. (Bild: Andrea Stalder)

Matthias Loretan hat angefangen, im Estrich des Pfarrhauses in Güttingen seine Sachen aufzuräumen und auszumisten. (Bild: Andrea Stalder)

Matthias Loretan ist gerade im Estrich des katholischen Pfarrhauses in Güttingen. «Ich habe angefangen meine Sachen aufzuräumen», erzählt er. Noch bis Ende Juli ist er Leiter des Pastoralraumes Region Altnau, zu dem die Pfarreien Altnau, Güttingen und Münsterlingen gehören. Am 2. Juli ist er 65 geworden und geht in Pension. Ivan Trajkov wird sein Nachfolger. «Länger zu bleiben, wäre keine Lösung, den Mangel an Priestern und Gemeindeleitern in der Katholischen Kirche zu bekämpfen», meint er.

«Für mich ist es der richtige Zeitpunkt aufzuhören und zu überlegen, was ich noch machen möchte.»

Zuerst ist allerdings bis Ende Jahr Nichtstun angesagt. «Ich will schauen, ob ich es mit mir selber aushalte. Und ob es meine Frau mit mir aushält, wenn ich vermehrt zu Hause bin.» Einen Monat würden sie zudem nach Frankreich fahren. Aufhören zu arbeiten und älter zu werden, sei für ihn kein Problem. Auch weil er bald zum vierten Mal Grossvater wird und sich aufs Hüten der Enkel freut. «Es hilft, wenn man miterlebt, wie eine neue Generation nachkommt. Das ist ein Geschenk.»

Seelsorge möchte er weiterhin ausüben

Nach seiner Auszeit möchte Loretan eine neue Aufgabe im Bereich der Seelsorge annehmen. «Zum Beispiel in einem Spital, Gefängnis oder in der Flüchtlingsarbeit.» Auch für Stellvertretungen steht er ab 2019 zur Verfügung. Eine Herzensangelegenheit ist der interreligiöse Dialog, den er ehrenamtlich weiterführen möchte. Gerade für Flüchtlinge hat er sich oft eingesetzt und Begegnungen ermöglicht. Wohnen wird er mit seiner Frau Brigitt weiterhin in Romanshorn. Seit sechs Jahren hat Loretan die Gemeindeleitung für Altnau, Güttingen und Münsterlingen inne. «Eine Pfarrei zu leiten, ist eine schöne Aufgabe. Sie deckt das Leben in seiner ganzen Fülle ab.» Vor Taufen führe er oft spannende und tiefgründige Gesprächen mit den Eltern. «Auch mit Angehörigen einer Trauerfamilie diskutiere ich im Vorfeld einer Beerdigung oftmals über existenzielle Kernfragen.» Es sei eine wichtige und für ihn schöne Aufgabe, die Trauernden zu begleiten. Es sei wunderbar, anerkennend und dankbar auf ein Leben zurückblicken zu können. Neben der Seelsorge und den Führungsaufgaben war Loretan massgeblich an der Bildung des Pastoralraums beteiligt. «Dabei ist es gelungen, den Seelsorgemitarbeiterinnen eigenständige pastorale Aufgaben zuzuweisen und ihre Stellung als Ressortleiterinnen zu festigen.»

Zu viele Aufgaben im Management

Loretan hatte erst mit 52 Jahren entschieden, Seelsorger zu werden. In den 1970er Jahren hat der gebürtige Briger Theologie und Medienwissenschaft studiert und dann als Redaktor für die Katholische Kirche gearbeitet. «Ich habe damals geholfen, den kirchlichen Internetauftritt aufzubauen», erzählt er. Viel habe er mit Filmen gearbeitet. Diese erzählten berührende Geschichten, in denen Menschen ihre eigene Situationen wiedererkennen und Hoffnung schöpfen. Als Geschäftsführer hatte er dann aber immer mehr mit Managementaufgaben zu tun. «Also entschied ich mich, die dreijährige berufsbegleitende Ausbildung als Seelsorger zu machen. Das war eine super Entscheidung.» Danach erhielt er die Stelle als Diakon in der Pfarrei St. Ulrich in Kreuzlingen. Dort war er sechs Jahre, ehe er in die Region Altnau wechselte. Loretan schaut zufrieden in die Zukunft. «Ich freue mich, ab und zu einfach in eine Kirchenbank zu sitzen, still zu werden und zu geniessen.»

Abschiedsgottesdienst

Am Sonntag, 29. Juli, um 10.30 Uhr, findet in der Kirche in Altnau der Abschiedsgottesdienst von Matthias Loretan statt.

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